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In Winterbach ging der Neujahrsempfang über die Bühne

Neujahrsempfang in Winterbach : 30 Bauplätze sollen in der Mühlenacht entstehen

Ortsvorsteher Gerhard Weiand sprach während des Neujahresmpfangs in Winterbach über die Planungen für 2020.

„Vieles ist in Bewegung und wird uns auch die kommenden Monate beschäftigen“, erklärte Ortsvorsteher Gerhard Weiand anlässlich des Neujahrsempfangs im Pfarrheim in Winterbach. Zum neuen Gemeindezentrum teilte er mit, dass die Pläne ausgearbeitet sind und der Finanzierungsplan aufgestellt ist. Es werde ein Vorzeigeprojekt mit einem Kostenaufwand von rund 2,6 Millionen. Seitens des Landes und des Bundes seien bereits Fördermittel zugesagt.

Weiand will jungen Leuten die Möglichkeit offerieren, in Winterbach zu bauen, dies im Bereich Mühlenacht, wo mehr als 30 neue Baustellen geplant sind. Um die Bedenken des Landesamtes für Umweltschutz (LfU) zu berücksichtigen, hat das Bauamt mittlerweile einen neuen Bebauungsplan erarbeitet. Hierzu mussten lärmschutztechnische wie auch verkehrstechnische Gutachten eingeholt werden. Vorgespräche zum Verkauf der Privatgrundstücke wurden bereits geführt. Wie Weiand weiter ausführte, ergibt sich durch das ehemalige Hotel Hans ein zentrales Entwicklungspotenzial im Ortskern. Dieses sei prädestiniert für die Schaffung von etwa zwölf bis 18 Wohneinheiten im Bereich Seniorengerechtes/Betreutes Wohnen. Alternativ könnte hier ein eigener Pflegestützpunkt entstehen, so Weiand. Mit integrierter Arztpraxis und Apotheke. Der Lebensmittelmarkt im Ort wurde aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Abhilfe könnte hier das gleiche Areal schaffen. Dort könnte sich ein Nahversorger ansiedeln.

Nach Krippenplätzen sei die Nachfrage sehr groß. Die Kita sei voll beleg, auch in der Altersstufe von drei bis sechs Jahren. Sechs neue Mitarbeiter seien eingestellt worden, was gerade in heutiger Zeit des Personalmangels sehr beachtlich sei, so Weiand. Die Kita nutzt vorübergehend das Pfarrheim als Turnhalle, bis der vorgesehene Anbau umgesetzt ist. Wegen der steigenden Geburtenzahlen stehe erneut eine Erweiterung an. Durch den Um- und Anbau sollen Platzkapazitäten für sechs Krippenkinder und zwölf Jungen und Mädchen im Alter von drei bis sechs Jahren geschaffen werden. „Sicherlich kennen Sie die Bestrebungen aus Trier zu reformieren, zu zentralisieren und neue Strukturen zu schaffen. Dieses Vorhaben wurde im vergangenen Jahr durch die Würdenträger in Rom abrupt gestoppt. Mit der nicht stattgefundenen Umsetzung wurde nun leider auch die eingeleitete Baumaßnahme am Kindergarten mit bereits fertiggestellten Plänen auf die kommenden Monate verschoben. Hier besteht noch Gesprächsbedarf mit den Verantwortlichen in Trier, um die Baumaßnahme in Gang zu setzena“, so der Ortsvorsteher.