In Bliesen ist die Straußjugend am Zug

In Bliesen ist die Straußjugend am Zug

Bliesen. Für die Bliesener Straußjugend, die diesmal von den Jahrgängen 1988 und 1989 gestellt wird, hat die Kirmes schon in den ersten Augusttagen begonnen. Im Schlangental hat sie diese Kirmes der Straußjugend von 2007 "abgekauft", musste aber vorher Aufgaben lösen, Verpflegung besorgen und eine Urkunde unterschreiben

Bliesen. Für die Bliesener Straußjugend, die diesmal von den Jahrgängen 1988 und 1989 gestellt wird, hat die Kirmes schon in den ersten Augusttagen begonnen. Im Schlangental hat sie diese Kirmes der Straußjugend von 2007 "abgekauft", musste aber vorher Aufgaben lösen, Verpflegung besorgen und eine Urkunde unterschreiben. Erst danach war der Weg wirklich frei, Bliesen während der Kirmestage vom 30. August bis 2. September wieder "von hinten bis vorne auf den Kopf zu stellen". Los geht es samstags schon in den frühen Morgenstunden. Im Wald werden "Kerwebääm" geschlagen, geschmückt und am Nachmittag hauptsächlich an den Dorfgasthäusern aufgestellt. Den ersten Auftritt hat die Straußjugend dann am Abend auf dem Kirmesplatz. Getreu ihrem Motto "Bierarbeiter" wird sie dort mit Blaumann und Helm erscheinen. Der "Kerwehannes", eine lebensgroße Puppe, ist zwar der "Vorarbeiter", muss aber ständig bewacht werden, damit er nicht plötzlich verschwindet. "Das würde viel Auslöse kosten", weiß Peter Haßdenteufel. Am Sonntag startet um 15 Uhr in Elmern der traditionelle Kirmesumzug, der durch das Dorf zieht und am Ortsausgang Richtung St. Wendel endet. Die Straußjugend wird mit einem geschmückten Wagen dabei sein, außerdem "Straußbuwe" und "Straußmääd" aus den Jahren vorher und der Musikverein. Bei der Kirmesrede um 16 Uhr an der Schoppenstube wird wieder allerlei Dorfgeschehen aufs Tapet kommen. Ein absolutes Muss ist das Erscheinen der Jugend zum Frühschoppen am Montag beim "Kunz Bubi" im Zelt. Dort wird, begleitet von den Klängen des Musikvereins, mit dem Straußjahrgang von 2007 gespielt. Am Nachmittag stehen sich die beiden Jahrgänge auf dem Sportplatz in einem Fußballspiel gegenüber, bei dem es nicht so bierernst zugehen wird. Ein "Trauertag" ist für die Jugendlichen der Dienstag als letzter Kirmestag. Um 17.30 Uhr bewegt sich unter Weinen und Klagen ein Trauerzug durch die Straßen. An den Friedenstannen wird der "Kerwehannes" in den Sarg gelegt, verabschiedet und dann angezündet. Am Mittwoch trifft sich die Straußjugend um 18 Uhr zum Heringsessen in der Schoppenstube. Und weil alle über die Kirmestage so wenig schlafen konnten, werden sie an diesem Tag nicht einmal Zeit haben, ihre "Blaumänner" anzuziehen, sondern in Schlafanzügen zum Essen erscheinen. Bei diesem letzten Spektakel wird noch einmal die Kirmesrede verlesen. Vorabendmesse am SamstagWeil die Kirmes auf die Kirchweihe zurückgeht, wird am Samstag um 19 Uhr in der Pfarrkirche eine festliche Vorabendmesse gefeiert, in der auch der Chor der VielHarmonie singen wird. Der Kirmesplatz ist ab Samstagnachmittag bis einschließlich Dienstag geöffnet. Autoscooter, Berg- und Talbahn, Kinderkarussell und viele Stände werden für die richtige Kirmesstimmung sorgen. Ortsvorsteherin Maria Horras: "Ich bin froh, dass die Straußjugend unsere alten Kirmestraditionen auch dieses Jahr weiterleben lässt." gtr