1. Saarland
  2. St. Wendel
  3. St. Wendel

Zauber-Festival: „Ich habe immer nur die Zauberei gekannt“

Zauber-Festival : „Ich habe immer nur die Zauberei gekannt“

Schon im Teenageralter trat der Straßenmagier auf Kindergeburtstagen auf. Inzwischen ist das Hobby Beruf.

Wenn vom 2. bis 4. August 20 Magier aus Europa und Übersee beim 19. internationalen Wettbewerb der Straßenzauberer um den Titel kämpfen, dann mischt auch Sammy Showtime mit. Der 22-Jährige reist aus Australien zum St. Wendeler Festival an. Übrigens nicht der erste Magier aus Down Under. Im Vorfeld des Wettbewerbs hat die SZ mit Sammy Showtime über dessen Künstlernamen und seinen Start ins Zaubererleben gesprochen.

Herr King, Sie treten als Sammy Showtime auf. Wie kam es zu dem Namen? Gibt es eine Geschichte dazu?

Sammy Showtime: Ein anderer Künstler gab mir den Namen. Um Publikum anzulocken, bin ich früher auf die Straße gegangen und habe gerufen „Showtime“. Daraufhin gab mir der Kollege den Namen und der ist irgendwie hängen geblieben.

Es ist Ihr erster Besuch beim Zauber-Festival in St. Wendel. Wie sind Sie darauf aufmerksam geworden und was macht es so besonders, dass Sie dafür die Reise aus Australien auf sich nehmen?

Sammy Showtime: Durch meinem Freund Gazzo, einem bekannten Straßenzauberer, habe ich von dem Festival erfahren. Ich bin ein reisender Künstler, so dass ich einmal pro Jahr auch nach Europa komme. Ich habe gehört, in St. Wendel soll ein tolles Festival sein, deshalb hab ich beschlossen, mal  mitzumachen.

Waren Sie zuvor schon mal in Deutschland?

Sammy Showtime: Ja, ich war im vergangenen Jahr in Deutschland. Und zwar in Frankfurt/Main. Dort versuchte ich auf der Straße zu performen. Es war eine harte Zeit dort. Man sagte mir dann, es sei viel angenehmer in kleineren Städten in Deutschland zu zaubern.

Was versprechen Sie sich von der Teilnahme am magischen Wettbewerb?

Sammy Showtime: Dass ich die Shows genießen und die Menschen in St Wendel erleben kann. Aber auch, dass ich andere Künstler treffen und von ihnen lernen kann.

Was macht für Sie den Reiz aus, auf der Straße aufzutreten und zu zaubern?

Sammy Showtime: Es ist unverfälscht und anders als alle anderen künstlerischen Darbietungen. Die Menschen, die du triffst, die unterschiedlichen Zuschauer und das Umfeld, mit dem du konfrontiert wirst – das testet all deine Fähigkeiten als Künstler.

Wann hat Dein magisches Leben begonnen und zu welchem Zeitpunkt wusstest Du, dass Zauberer Dein Beruf werden soll?

Sammy Showtime: Ich war etwa 14 Jahre als ich angefangen habe. Damals war ich auf Kinderpartys unterwegs. Irgendwann in dieser Zeit habe ich entschieden, dass ich das immer tun möchte – als Beruf.

Was hat Ihre Familie dazu gesagt, als Sie ihren Berufswunsch kund taten?

Sammy Showtime: Sie haben mich unterstützt. Ich musste sie aber auch nie um Geld bitten, daher hat es ihnen nichts ausgemacht. Sie waren stolz darauf, dass ich tue, was mich glücklich macht.

Haben Sie einen anderen Beruf gelernt – für den Fall, dass die Zauberei nicht genügend zum Leben einbringen würde?

Sammy Showtime: Nein, ich habe immer nur die Zauberei gekannt. Nach der Schule zog ich nach Adelaide in Australien. Dort habe ich eine Schicht in einem Café übernommen und es gehasst. Da fing ich an, auf der Straße aufzutreten und bin dabei geblieben.

Wie würden Sie Ihre Show beschreiben?

Sammy Showtime: Ich würde sagen, es ist eine Zauber-Show mit trockenem Humor.