Hundeverein in Bliesen ist 50 Jahre alt

50. Geburtstag gefeiert : Tierisches Programm beim Hundeverein

Zum 50-jährigen Bestehen gab es unter anderem Vorführungen in Personensuche und im Rally-Obedience-Parcours.

Jubiläum auf vier Pfoten: Der Hundeverein Bliesen hat seinen 50. Geburtstag auf dem Gelände „In der Silz“ gefeiert. Aber, Moment mal. Ist da etwa ein Jubiläumsgast verschwunden? Nein, alles nur eine Übung. Die Rettungshundestaffel des Technischen Hilfswerks (THW) aus Saarbrücken demonstrierte die Suche nach einer vermissten Person. Heike Becker führte die siebenjährige Schäferhündin Hexe an der langen Leine. „Das ist ein ausgebildeter Personenspürhund“, berichtete sie. Das Gespann demonstrierte eine Personensuche (Mantrailing), wobei der hervorragende Geruchssinn des Hundes genutzt wird. Anschließend machte sich Thomas Becker mit Flächenhund Kessie auf Personensuche. „Flächensuchhunde eignen sich für den Einsatz in den unterschiedlichen Geländen“, erklärte Thomas Becker. Sein Übungsziel war das Verbellen. „Der Hund zeigt seinem Hundeführer den Fund der Person an, indem er bei dieser verweilt und so lange bellt, bis sein Hundeführer zu ihm gelangt ist“, erläuterte Thomas Becker.

Etwas ruhiger ging es bei der Demonstration der Namborner Hundeführerinnen zu. Sie führten die Vierbeiner zur Rally Obedience über einen vorgegebenen Parcours. Im Vordergrund stand die perfekte Kommunikation zwischen Mensch und Hund, denn beim Rally Obedience, einer noch relativ jungen Hundesportart, ist partnerschaftliche Zusammenarbeit im Team gefragt.

Heike Becker bereitet Hexe für die Personensuche vor. Foto: Frank Faber

Mit einem ähnlichen Anliegen fanden sich 1969 sechs Bliesener mit ihren Hunden in der Sandkaul ein. „Sie wollten gemeinsam prüfen, was man seinem Hund alles beibringen kann“, sagte Heike Gerber, seit neun Jahren Vorsitzende des Hundevereins Bliesen. Aus Spaß an der Freud sei dann seinerzeit die Ortsgruppe Bliesen, die im Verband für Deutsche Schäferhunde eingetragen wurde, gegründet worden. Gleichzeitig pachtete der Verein das Gelände In der Sülz von der Gemeinde für 50 Jahre. „1972 wurde mit dem Bau des Clubheimes begonnen, welches zwei Jahre später fertiggestellt war“, berichtete die Vorsitzende Gerber beim Streifzug durch die Vereinshistorie. Die Vergangenheit habe aber auch gezeigt, führte sie weiter aus, dass die Arbeit und die Ausbildung mit Hunden die Vereinsmitglieder zusammengeschweißt habe. „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Natur des Hundes zu achten und zu erhalten“, sagte sie. So sei es der Ortsgruppe möglich gewesen, über die Jahrzehnte hinaus, nach intensiver und artgerechter Ausbildung zahlreiche Teilnehmer an Landes- und Bundesveranstaltungen mit überdurchschnittlichen Leistungen zu stellen. Derzeit zählt der Hundeverein 50 Mitglieder und kümmert sich um Ausbildung, Unterordnung, Schutzdienst und erteilt Tipps bei der Erziehung, Ernährung und Pflege.

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