Hoofer pflegen das Miteinander

Persönliche Begegnungen sind durch nichts zu ersetzen, wenn es um die Integration von Neubürgern aus anderen Kulturkreisen geht. Im St. Wendeler Stadtteil Hoof hat am Freitag der Verein zur Förderung der Dorfentwicklung im Dorfladen deshalb sein erstes Begegnungsfest organisiert. 80 alte und neue Heemer trafen sich zum Austausch.

Das Dörfchen Hoof im Ostertal hat Zuwachs bekommen. 26 neue Bürger aus Syrien, dem Irak und Thailand leben zurzeit im 900-Einwohner-Ort. "Wir wollen, dass sich die Zugewanderten und die anderen Bewohner in einer harmonischen Atmosphäre begegnen. Ein verständnisvolles Miteinander wird nur möglich, wenn sich die alten und neuen Bürger kennenlernen", sagt Ortsvorsteher Gernot Müller (SPD ).

Die Hoofer setzen deshalb auf "Vielfalt statt Vorbehalt" und haben das erste Begegnungsfest im Dorfladen-Bistro veranstaltet. Ein internationales Buffet mit landestypischen Spezialitäten aus Syrien, Irak und dem Saarland ist dazu vorbereitet worden, und 80 Bürger kamen zum Austausch der Kulturen.

Im Vordergrund stand die Kommunikation. Ortschef Müller stellte alle Neubürger und die Helfer, die ihnen die Eingliederung in die Gesellschaft so angenehm wie möglich machen, persönlich vor. "Die Anfänge waren recht schwer. Ohne die Helfer, würde das Ganze nicht funktionieren", meinte Müller. Denn das generelle Problem sei weiterhin die Sprachbarriere. "Viele Zuwanderer warten seit Langem auf einen Sprachkurs", erklärte er.

Nicht so Dr. Mohammad Helal, der sich in der neuen Heimat gut zurechtfinde. Der syrische Allgemeinmediziner ist kürzlich mit seiner Familie von Gonnesweiler nach Hoof umgezogen. "Wir haben ein großes Haus gesucht und es hier gefunden", freute sich der Familienvater. Mit dem Team aus dem Dorfladen-Bistro hat er das Fest organisiert. "Meinen Landsleuten aus Syrien habe ich von dem Fest erzählt, alle waren sofort dabei. Wir haben ja mittlerweile untereinander auch schon eine Whatsapp-Gruppe eingerichtet", berichtete Helal.

Gemeinnütziger Einsatz

Diese Torte gab es zu bewundern. Fotos: Frank Faber.

Der aus dem Irak stammende Ahmed mischt schon voll im Dorfgeschehen mit. Als Ein-Euro-Jobber arbeitet er im sogenannten kleinen Bauhof mit. Seit Jahren würden in diesem Projekt unter Leitung von Walter Hardt wichtige Dinge zur Aufwertung des Ortsbildes auf den Weg gebracht. Rund um den Dorftreffpunkt erfüllt das Begegnungsfest seinen Zweck: Man kommt in Kontakt, begegnet sich von Mensch zu Mensch. Den 80 Besuchern jedenfalls hat's gefallen.