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Hoof-Osterbrücken: Das Paradestück Sturm wird zur Problemzone

Hoof-Osterbrücken: Das Paradestück Sturm wird zur Problemzone

Die SG Hoof-Osterbrücken steckt tief im Tabellenkeller der Fußball-Bezirksliga St. Wendel. Vor dem Heimspiel an diesem Sonntag um 15 Uhr gegen die SG Scheuern-Steinbach-Dörsdorf liegt das Team von Trainer Guido Cullmann mit neun Punkten auf. Platz 15. So weit unten stand die SG in der Tabelle schon ewig nicht mehr. In der Saison 2014/15 wurde Hoof-Osterbrücken Fünfter, vergangene Runde schnupperte die Cullmann-Elf als Dritter sogar am Aufstieg.

"Da wir keine Abgänge hatten, wollten wir eigentlich auch in dieser Saison oben mitspielen", erklärt Cullmann. Doch dieses Saisonziel musste der Übungsleiter mittlerweile korrigieren: "Wir müssen schauen, dass wir jetzt nicht ganz hinten reinrutschen." Der Grund: "Die personelle Situation ist sehr schlecht, da ist es kein Wunder, dass die Ergebnisse nicht stimmen", sagt Cullmann.

Vor allem im Offensivbereich erwischte es die SG knüppeldick: Mit Manuel Müller und Jan Ritter standen zwei Spieler, die vergangene Runde zusammen 42 Tore der insgesamt 78 SG-Tore erzielten, bislang noch so gut wie gar nicht zur Verfügung. Während Ritter (letzte Saison 25 Treffer) am vergangenen Wochenende nach einer Bänderverletzung immerhin beim 0:4 in Bliesen wieder zu einem Kurzeinsatz kam, wird Müller (letzte Saison 17 Treffer) mit einer Knieverletzung wohl noch bis zur Winterpause fehlen. Und wenn Müller im Jahr 2017 auf den Platz zurückkehrt, ist Ritter schon wieder weg. Er bricht im März zu einem Auslandssemester nach Klagenfurt auf.

Während Ritter und Müller fehlten, übernahm bis vor Kurzem Lukas Neu die Rolle des Torjägers bei der SG. Mit sieben Treffern in sieben Partien tat er das auch durchaus erfolgreich. Doch bei der 2:3-Niederlage in Baltersweiler vor 14 Tagen sah Neu wegen einer Tätlichkeit Rot und wurde bis 20. November gesperrt - ein weiterer bitterer Ausfall in der Offensive.