Hoof feiert ausgelassen den 666.

Hoof. Mit seinen 1050 Einwohnern ist Hoof ein lebendiges und aktives Dorf. Seine Bürger wehren sich mit vielen Aktivitäten gegen den Trend der Zeit, der dabei ist, die Orte auf dem Land in die zweite Reihe zu drängen. Hoof ist durch seine intakte Gemeinschaft wach geblieben und kann ein reges Vereinsleben vorweisen

Hoof. Mit seinen 1050 Einwohnern ist Hoof ein lebendiges und aktives Dorf. Seine Bürger wehren sich mit vielen Aktivitäten gegen den Trend der Zeit, der dabei ist, die Orte auf dem Land in die zweite Reihe zu drängen. Hoof ist durch seine intakte Gemeinschaft wach geblieben und kann ein reges Vereinsleben vorweisen. Seine Bürger sind in ihrem Heimatdorf fest verwurzelt und immer bereit, sich für das Fortbestehen des Erworbenen zu engagieren. Diese Fakten wurden in den Ansprachen deutlich, die beim Kommers zum 666-jährigen Bestehen des Ortes am Sonntag im Festzelt gehalten wurden.Der Hoofer Ortsvorsteher Gernot Müller stellte seine Festrede unter das Leitwort "Heimat - Pflicht und Auftrag". Heimat habe viele Dimensionen und sei die Gesamtheit der Lebensumstände, in der der Mensch aufwachse und lebe. "In Hoof wohnt eine intakte Gemeinschaft, die sich für das Wohl der Allgemeinheit einsetzt und der die Tradition und das Pflichtbewusstsein noch viel bedeuten", sagte der Ortschef. Das fand auch der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald: "Hoof ist ein Vorbild für ein lebendiges Dorfleben und schreitet erfolgreich auf dem Weg, der sich dem aufkeimenden Zeitgeist widersetzt." Peter Klär, Beigeordneter der Stadt, und Torsten Lang, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, stellten ebenfalls fest, dass in Hoof die Welt noch in Ordnung und das 666-Jährige ein Riesenereignis ist.Der Männergesangverein Eintracht trug bei dem Festnachmittag mehrere Chorsätze vor. Darunter war auch das Lied "Heimat, Heimat, ewig liebe Heimat", das er nach seiner Gründung im Jahre 1956 als erstes gesungen hatte. Apropos Vereine: Drei 80 Jahre alte Ortsvereine stellten sich den Besuchern mit Kurzporträts vor: der Sportverein, der Obst- und Gartenbauverein und der Musikverein. Sport- und Musikdarbietungen sorgten bis zum späten Abend für gute Unterhaltung. Die Minigarde der Unterhaltungsgruppe erhielt für ihren Auftritt viel Applaus. Für eine Überraschung sorgte Silke Wagner. Sie kam als "Adelheid vom Hofe" auf die Bühne und warf einen Blick zurück in die Dorfgeschichte. Adelheid taucht nämlich in einer Urkunde von 1344 auf und ist die erste namentlich bekannte Einwohnerin von Hoof. Zwei Bürger wurden mit dem neu geschaffenen Ehrenpreis des Ortes ausgezeichnet: Walter Harth und Karl Müller. Der Dachdecker- und Zimmerermeister Walter Harth engagiert sich seit Jahren in mehreren Vereinen. Ebenso gehört er zum Team des Dorfladens. Ortsvorsteher Gernot Müller: "Der Walter entwickelt oft neue Ideen und macht sich immer Gedanken um seinen Heimatort." Sieglinde Müller nahm den Preis für ihren erkrankten Mann Karl entgegen. Karl Müller hat große Verdienste um den Handball- und Fußballsport und ist seit 1966 Mitglied im Presbyterium der Protestantischen Kirchengemeinde. "Er leistet für unsere Gemeinde eine unschätzbare Arbeit", bemerkte Ortsvorsteher Gernot Müller. Das Jubiläumsfest des Stadtteils hatte am Freitag mit dem Oktoberfest begonnen, bei dem die Oberallgäu-Musikanten für eine großartige Stimmung sorgten. Zwei Tage erinnerte ein kleiner Mittelaltermarkt an Hoofs vergangene Zeiten. Vor 400 Zuschauern lief am Samstagabend auf dem Festplatz eine Feuershow der Gruppe Freie Heiden ab. Thomas Schäfer präsentierte im Dorfgemeinschaftshaus eine Ausstellung über die Kelten und Römer im Ostertal. Der ökumenische Gottesdienst am Sonntagvormittag, wurde von Pfarrer Stefan Werner aus Niederkirchen und Pfarrer Rudolf Schlenkrich aus Kusel zusammen mit 200 Gläubigen gefeiert. gtr "Hoof ist ein Vorbild für ein lebendiges Dorfleben."Landrat Udo Recktenwald