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Hoof erhält im neuen Baugebiet eine Arnold-Merscher-Allee

Hoof erhält im neuen Baugebiet eine Arnold-Merscher-Allee

Hoof. Fast 20 Jahre, von 1960 bis 1979, war Arnold Merscher Bürgermeister und zuletzt Ortsvorsteher sowie neun Jahre lang, von 1965 bis 1974, Erster Beigeordneter der damaligen Amtsverwaltung Niederkirchen. Darüber hinaus vertrat er die Interessen seiner Gemeinde, der Stadt und des Landkreises St. Wendel - fünf Jahre, von 1974 bis 1979, als Mitglied des St

Hoof. Fast 20 Jahre, von 1960 bis 1979, war Arnold Merscher Bürgermeister und zuletzt Ortsvorsteher sowie neun Jahre lang, von 1965 bis 1974, Erster Beigeordneter der damaligen Amtsverwaltung Niederkirchen. Darüber hinaus vertrat er die Interessen seiner Gemeinde, der Stadt und des Landkreises St. Wendel - fünf Jahre, von 1974 bis 1979, als Mitglied des St. Wendeler Stadtrates und 20 Jahre, von 1974 bis 1994, als Mitglied des St. Wendeler Kreistags, davon 15 Jahre lang als Kreisbeigeordneter. Für sein Engagement wurde er 1971 mit der Freiherr-vom-Stein-Medaille und 1974 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Merscher war Mitglied der CDU."Arnold Merscher hat sich in seinen diversen politischen Ämtern und auch privat erfolgreich für Hoof und seine Bewohner eingesetzt. So wurde beispielsweise unsere Gemeinde durch den damaligen Dorfverschönerungs-Wettbewerb überregional bekannt. Deshalb soll die Bezeichnung für die neue Straße, die übrigens hinter dem damaligen Wohnhaus Merschers vorbeiführt, seine Leistungen für den Ort würdigen", begründete Ortsvorsteher Gernot Müller (SPD) die Ehrung. Ein besonders Anliegen sei für Merscher die Dorfverschönerung gewesen. In einem Bericht der SZ aus dem Jahre 1973 war zu lesen: "Innerhalb von acht Wochen wurden 35 Häuser des Ortes neu gestrichen und auf Hochglanz gebracht wie nie zuvor in seiner Geschichte." So wurde unter Merschers Regie Hoof sieben Mal Sieger im Dorfverschönerungs-Wettbewerb auf Kreisebene. Silber und Bronze beim Bundesentscheid sowie Gold und Silber auf Landesebene krönten das Gemeinschaftswerk in den 1960er und 1970er Jahren. Merscher war auch die Triebfeder zur Erschließung von Baugelände. So wurden zu seiner Zeit mehr als 100 Baustellen erschlossen. Der einsetzende Bauboom ließ die Einwohnerzahl von ehemals 800 auf 1200 ansteigen. Im Gebiet um den Hümeswald entstand zwischen Dorf und Sportplatz ein geschlossener neuer Ortsteil. 1964 wurde eine neue Schule gebaut. Merscher konnte im Rahmen der großen Schulreform 1974 die Auflösung der Volksschule Hoof zwar nicht verhindern, aber er setzte sich dafür ein, dass die Grundschüler als ausgelagerte Klassen der Zentralschule Niederkirchen weiterhin in Hoof zur Schule gehen konnten. 1971 richtete die Gemeinde Hoof auch einen kommunalen Kindergarten im alten Schulgebäude ein und legte einen großen Spielplatz in unmittelbarer Nähe auf dem Gelände der protestantischen Kirchengemeinde an. In seiner Amtszeit wurde auch ein neuer Friedhof angelegt und eine Friedhofshalle gebaut. Ein Höhepunkt für die Gemeinde war die Verleihung des Dorfwappens am 14. Februar 1967 vom damaligen Landrat Werner Zeyer. kam

Zur PersonArnold Merscher, 1923 geboren in Osterbrücken, erlernte das Zimmerer-Handwerk, musste mit 18 Jahren in den Krieg, studierte danach Hochbau und arbeitete bei Bundesbahn in Saarbrücken. Er heiratete Cäcilia geborene Moosmann aus Hoof, hatte mit ihr fünf Kinder. Neben der Kommunalpolitik hatte er auch Zeit für Hobbys, seinen großen Gartens und eine Weiheranlage. 1984 ging er in Ruhestand. Er starb im August 1995. kam