Hoffnung auf Supermarkt wächst

Ein Lebensmittelmarkt in der St. Wendeler Innenstadt ist schon lange nicht mehr vorhanden. Wolfgang Zeyer, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft „In St. Wendel tut sich was“, macht jetzt Hoffnungen.

Die Situation des Einzelhandels sei überall problematisch. Aber für St. Wendel habe er die Hoffnung, dass er sich behaupten könne. Das sagte Wolfgang Zeyer, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft "In St. Wendel tut sich was" beim SZ-Redaktionsgespräch: "Die Situation in St. Wendel ist besser als in anderen vergleichbaren Städten." Das äußere sich auch in den wenigen Leerständen. "Und gibt es mal einen Leerstand, ist der schnell wieder gefüllt", sagt Zeyer. Zusätzliche Kaufkraft verspricht er sich von den künftigen Bewohnern der vielen zusätzlichen Wohnungen, die derzeit rund um die City entstehen. Da werde der Wunsch nach einem Supermarkt in der Kernstadt noch größer.

Denn das Problem gibt es seit Jahren in St. Wendel : die fehlende Nahversorgung in der Innenstadt. Zeyer ist zuversichtlich, "dass wir diese Lücke schließen". Ziel sei es, innerhalb der nächsten zwei Jahre einen Markt in der City anzusiedeln. Konkret hat er das Gebäude im Blick, in dem derzeit die Post zu Hause ist. Der Mietvertrag laufe aus. Dann könnte das Gebäude umgebaut und neu genutzt werden. Mit dem Wunsch seitens der Aktionsgemeinschaft, auch die Poststelle zu integrieren.

Das war nur eines der Themen, mit denen sich die Aktionsgemeinschaft, die 128 Mitglieder hat, während der Generalversammlung beschäftigte. Es ging des Weiteren um eine engere Zusammenarbeit mit Globus, Campingplatz und Ferienpark am Bostalsee. "Wir stellen fest, dass immer mehr Touristen nach St. Wendel kommen, viele davon kommen von Center-Parcs", sagt Zeyer. Unter anderem werde künftig der Einkaufsführer in einem Fach im Ferienpark zu finden sein. Umgekehrt werde der Park in Aktionen der Aktionsgemeinschaft eingebunden. Beispielsweise gibt es beim Weihnachtsgewinnspiel Preise vom Ferienpark.

Ein weiteres Thema waren Termine fürs kommende Jahr. Erstmals soll es ein Weinfest geben. Die Auto-Ausstellung wird in den April verlegt. Dazu Zeyer: "Im September war einfach zu viel los, wir wollten den Veranstaltungsreigen entzerren." Bewährtes wie Frühlingsfest, kulinarische Samstagsmärkte und Mondschein-Einkauf wird es weiter geben. Genau wie vier verkaufsoffene Sonntage.