Historischen Zustand wieder herstellen

Historischen Zustand wieder herstellen

Werschweiler. Dass den Werschweiler Bürgern ihre Kirche ein Anliegen ist, zeigte sich, als kürzlich zur Gründung des "Förderkreis Werschweiler Kirche" in das Dorfgemeinschaftshaus eingeladen worden war. 28 der 30 Erschienenen traten dem neuen Verein sofort bei

Werschweiler. Dass den Werschweiler Bürgern ihre Kirche ein Anliegen ist, zeigte sich, als kürzlich zur Gründung des "Förderkreis Werschweiler Kirche" in das Dorfgemeinschaftshaus eingeladen worden war. 28 der 30 Erschienenen traten dem neuen Verein sofort bei. "Jetzt wollen wir weitere Mitglieder werben und den Verein voranbringen", sagte die erste Vorsitzende Nora Jockel. Der Mitgliedsbeitrag für Einzelpersonen wurde auf jährlich 18 Euro und für Familien auf 24 Euro festgesetzt. Gedacht sei auch, so Nora Jockel, an Veranstaltungen, die mithelfen sollen, die Vereinskasse zu füllen.In der von den Mitgliedern verabschiedeten Satzung heißt es: "Zweck des Vereins ist es, die Kirchengemeinde bei dem Erhalt und der Renovierung der Werschweiler Kirche durch die Bereitstellung von Mitteln und Leistungen zu unterstützen. Er verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke." Pfarrer Marcus Bremges von der Evangelischen Kirchengemeinde Dörrenbach, zu der Werschweiler gehört, verfolgt seit einiger Zeit mit Sorge die immer größer werdenden Schäden am Verputz im Eingangsbereich und im Kirchenraum. "Die Kirche hat schon von jeher Schwierigkeiten mit der Feuchtigkeit gehabt", sagte der Geistliche. In den Jahren 1967 und 1968 sei sie an den Innenwänden mit Marmorplatten abgedichtet worden. Allerdings sei das, wie sich später herausstellte, die falsche Methode gewesen. Die Platten hätten die eindringende Feuchtigkeit nicht abgehalten. Auch die Decke müsse gründlich überprüft werden, inwieweit sie auf die Dauer überall tragfähig ist. Obwohl das tatsächliche Ausmaß der Schäden noch nicht überschaubar ist, spricht Pfarrer Bremges von mindestens 40 000 Euro an Renovierungskosten. Von höherer kirchlicher Ebene erwartet er kein Geld, höchstens von der Denkmalbehörde, vor allem aber von dem neuen Förderkreis. Die Denkmalbehörde habe bei der Renovierung vor 40 Jahren keine Zuschüsse gewährt, weil in dem historischen Gebäude nicht nach den Vorgaben des Denkmalamtes gearbeitet worden ist. Vielleicht ließe sich, so der Pfarrer, der historische Zustand wieder herstellen - mit einem Geldbetrag des Denkmalamtes. In der ersten Sitzung des Vorstandes will der Förderkreis, der sich demnächst beim St. Wendeler Amtsgericht in das Vereinsregister eintragen lassen will, die Marschrichtung für das erste Jahr seines Bestehens festlegen. Dirk Cullmann, der stellvertretende Vorsitzende, sprach hoffnungsvoll von der Zukunft des jüngsten Werschweiler Vereins: "Ich glaube, dass die Kirche als Mittelpunkt des Ortes immer noch sehr stark im Bewusstsein der Gläubigen steht, auch der katholischen, die im Dorf wohnen. Der Förderkreis möchte sich das zunutze machen." gtr

Auf einen BlickDer Vorstand des Förderkreis Werschweiler Kirche: Erste Vorsitzende Nora Jockel, Stellvertreter Dirk Cullmann, Schriftführer Hermann Rietz, Kassierer Markus Rietz, Beisitzer Claudia Korb, Jürgen Korb und Horst Schmidt. Beratendes Mitglied ist Pfarrer Marcus Bremges. gtr

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