Wer kann helfen? Hilferuf des Tierheim Linxbachhof: Mehr als 200 verwahrloste Chinchillas suchen ein Zuhause

Niederlinxweiler · Für die Tierfreunde des Linxbachhof war es ein schrecklicher Fund: 200 verwahrloste Chinchillas suchen nun ein liebevolles Zuhause.

Hilferuf des Tierheim Linxbachhof: über 200 Chinchillas suchen Zuhause​
Foto: dpa-tmn/Inga Kjer

Sie helfen, wo sie können. Doch bei dem neusten Tierfund kommt das Tierheim Linxweilerhof an seine Grenzen. In einem Haus wurden mehr als 200 Chinchillas in katastrophaler Haltung entdeckt. Der Besitzer der Vielzahl an Tieren wurde tot aufgefunden. Doch wohin mit den Tierchen?

Wer kann Chinchillas ein glückliches Leben ermöglichen?

Um ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen, sucht das Tierheim nun Pflegestellen und Endstellen für die Chinchillas. Es handelt sich um Elterntiere und Jungtiere jeden Alters, wie das Tierheim über Facebook mitteilt.

Die Tiere wurden am Sonntag, 10. September, gefunden. Neben zahlreichen toten Tieren konnten wohl auch einige lebende Tiere geborgen werden. Das Sichern und Unterbringen der verstörten Chinchillas bereite aufgrund des Zustands des Hauses und der Tiere Schwierigkeiten und musste über mehrere Tage gemanagt werden, schreibt das Tierheim weiter. Die Situation vor Ort zeigte ein düsteres Bild. Laut Tierheim lebten die Tiere in „kleinen Drahtgeflechten in dunklen Kellerräumen, die schwer zugänglich sind“.

Die Tiere werden derzeit von Veterinäramt und Tierschutz mit dem Notwendigsten versorgt. Doch das soll keine Dauerlösung bleiben. Deshalb sucht das Tierheim nun Endstellen, die bereit wären, „einem oder mehreren Chinchillas ein Zuhause zu geben“. Allerdings fügen die Helfer im Tierheim in ihrem Facebook-Post gleich an, dass es sich nicht um kastrierte Weibchen und Böckchen in der Zucht handelt.

Auch Geldspenden werden benötigt

Neben Unterbringungsmöglichkeiten benötigt das Tierheim auch Geldspenden, um die verwahrlosten Tiere versorgen zu können. Die Helfer in Niederlinxweiler benötigen das Geld, um das notwendige Futter und Material zu besorgen und die medizinische Versorgung zu sichern.

Auch wenn es von den Tierfreunden lieb gemeint ist, kann das Tierheim zurzeit keine Sachspenden mehr aufnehmen, da der Lagerplatz aufgrund der Masse der Tiere ausgeschöpft ist und nun zuerst Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen werden müssen.

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