Helmut Zimmer setzt sich weiter für den Meisterbrief ein

Helmut Zimmer setzt sich weiter für den Meisterbrief ein

Helmut Zimmer ist in Eile. Er hat noch viel zu tun. Zeitdruck. Trotzdem schaut er am Dienstagmorgen bei der Saarbrücker Zeitung in St. Wendel vorbei, um sich in Richtung Brüssel zu verabschieden. Denn Zimmer, der in St. Wendel , Saarbrücken und Ottweiler Niederlassungen seiner Zimmerei/Dachdeckerei betreibt, wurde wiederholt ins EU-Parlament der Handwerker berufen. Heute schon beginnt das dreitägige Programm, "sehr gut organisiert, aber auch sehr umfangreich", wie Zimmer weiß. Vier Schwerpunkte werden in den nächsten Tagen behandelt: Binnenmarkt, Handelspolitik, Nachhaltigkeit und Bildung. Letzteres hat sich Zimmer auf die Fahnen geschrieben.

Wie schon vor zwei Jahren, als er ebenfalls in Brüssel dabei war, will er sich für den Erhalt des Meisterbriefes einsetzen, damit der Qualitäts-Standard hochgehalten werde. Er ist stolz, dass seine Worte im Jahr 2014 bewirkt haben, dass die Tendenz, Betriebe auch ohne Meisterbrief eröffnen zu dürfen, erst einmal gestoppt sei. Was bei Fliesenlegern beispielsweise schon möglich sei, sei nicht auf andere Berufe übertragen worden. Auch Länder wie Frankreich und Spanien hätten das deutsche Ausbildungs-System übernommen. Für Zimmer ein Erfolg. Und eine Bestätigung dafür, dass die Entscheidungen, die im EU-Parlament der Handwerker gefällt werden, in die Regierungsarbeit im EU-Parlament einfließen.

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