"Heißer Apotheker" und Minibaum

Niederlinxweiler. Funkelnde Lichter, geschmückte Stände, verlockende Düfte und jede Menge Gaumenfreuden haben den nunmehr 19. Niederlinxweiler Adventsmarkt am vergangenen Samstag in der Dorfmitte gekennzeichnet. Als es dunkel geworden war, zeigte sich die kleine gemütliche Budenstadt von ihrer schönsten Seite und entfaltete ein ganz romantisches Flair

Niederlinxweiler. Funkelnde Lichter, geschmückte Stände, verlockende Düfte und jede Menge Gaumenfreuden haben den nunmehr 19. Niederlinxweiler Adventsmarkt am vergangenen Samstag in der Dorfmitte gekennzeichnet. Als es dunkel geworden war, zeigte sich die kleine gemütliche Budenstadt von ihrer schönsten Seite und entfaltete ein ganz romantisches Flair.Der Niederlinxweiler Markt ist jedes Jahr ein Treff für die Großen und die Kleinen. Während die Kinder quietschvergnügt auf dem nostalgischen Karussell ihre Runden drehten, begaben sich Mamas, Papas, Omas und Opas auf Entdeckungstour. Kaum jemand kam am Stand des Fahrradladens Puhl vorbei, wo es Schokoäpfel und Schokotrauben zu kaufen gab. Katrin Feß verriet, wie sie gemacht werden: "Die Äpfel sind aus dem Hausgarten, also von guter Qualität. Sie werden gewaschen, auf einen Stab gespießt und dann in heiße Schokolade getaucht. Anschließend werden sie mit Haselnuss- oder Kokosraspeln bestreut." Ähnlich sind auch die Schokotrauben hergestellt. Es ist nur etwas mehr Arbeit. Bei Patrick Rasch gab es leckere Brezel mit Käse und Schinken. "Wir haben dafür eigens einen Backofen hier, denn heiß schmecken sie eben doch am besten", sagte der Handwerker. Viele Besucher verschmähten den "Heißen Apotheker" von Ulrich Martin nicht. Er war aus angesetztem Schnaps und verschiedenen Gewürzen gemacht. "Das Rezept wird aber nicht verraten", antwortete der Apotheker auf diverse Anfragen. "Ich verrate nur, dass er die Grippeimpfung ersetzt." Kostbare Adventskränze und Adventsgestecke bot die Gärtnerei Roth an. Für ganz kleine Wohnungen gab es dort den Miniweihnachtsbaum, den man auf die Fensterbank stellen und im Frühjahr sogar noch in den Garten setzen kann. Viel zu entdecken gab es auch beim Evangelischen Kindergarten. Vor allem die Mütter der Kinder hatten schöne Sachen gebastelt, zum Beispiel Bilder, Laternen, Kirschkernkissen und Schwibbögen. Schneemannpunsch, Schokonikoläuse, Gebäck und einige deftige Gerichte machten das Verweilen in dem Adventsdorf zu einem Erlebnis. "Hier bleibt man einfach mehr als eine Stunde, man trifft schließlich auch jede Menge Leute", meinte ein Besucher, dem es besonders gut gefiel. Einen ersten Höhepunkt erlebte der Adventsmarkt in Niederlinxweiler, als in der Dämmerung der heilige Nikolaus (Alexander Weber) mit seinem Bollerwagen auftauchte. "Habt ihr alle schon auf mich gewartet", fragte er die versammelten Kinder, die fleißig nickten. Nachdem der heilige Mann erfahren hatte, dass die Jungen und Mädchen im vergangenen Jahr superbrav waren, gab es für sie leckere Weihnachtsmänner aus Hefeteig. Die Tombola war mit 45 Preisen bestückt, die in zwei Verlosungen an die anwesenden Besucher verschenkt wurden. Der Niederlinxweiler Ortsvorsteher Hartmut Schiffler hob in seiner Begrüßung das Engagement der Gewerbetreibenden hervor, die sich schon seit vielen Jahren für eine gute Sache zur Verfügung stellen. Was beim Kassensturz übrig bleibt, geht zu gleichen Teilen an die SZ-Aktion "Hilf mit" und an den evangelischen und den katholischen Kindergarten.