Hans Kirsch beschäftigt sich mit Hitlers Machtübernahme

Hans Kirsch beschäftigt sich mit Hitlers Machtübernahme

Der Heimat- und Kulturverein Ostertal lädt zu seiner traditionellen Herbstveranstaltung am Dienstag, 1. November (Allerheiligen). Sie findet im protestantischen Gemeindehaus in Hoof statt und beginnt um 17 Uhr. Der Vorsitzende des Heimatvereins, Hans Kirsch, spricht über das Thema "Von der demokratischen zur autoritären Kommunalpolitik. Das Beispiel des Jahres 1933".

Die Gemeinden der Bürgermeisterei Niederkirchen gehörten damals zum Kreis Kusel und damit zur Pfalz und zu Bayern. Während Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt wurde, dauerte es in Bayern noch bis zum 10. März, bis es auch hier zur Machtübernahme kam. An diesem Tag setzte Hitler den General von Epp als Reichskommissar in Bayern ein und dieser ernannte eine neue Landesregierung. Wie aber ging es auf der unteren, der kommunalpolitischen Ebene weiter? Hier besetzten die gewählten Vertreter der alten Parteien noch die Ämter, die bisherigen Gemeinde- und Stadträte besaßen noch ihre Mandate. Um die Mittel und Methoden, die die neuen Machthaber in den folgenden Wochen und Monaten anwandten, um jegliche Opposition zu beseitigen, geht es in dem Vortrag. Das reichte vom angeblich freiwilligen Rücktritt über den Ausschluss bis zu Bedrohungen und nackter Gewalt. In einer Zeit, in der rechtspopulistische Parteien Zulauf haben, so Kirsch, sei es sinnvoll, an frühere Erfahrungen zu erinnern.

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