Hängepartie für Bundeswehr-Werk? SPD kritisiert schleppende Pläne

Hängepartie für Bundeswehr-Werk? SPD kritisiert schleppende Pläne

Die Sozialdemokraten hätten sich gewünscht, dass die Heeresinstandsetzungslogistik (HIL) als bisheriges Unternehmen der Bundeswehr weiterhin in staatlicher Hand bleibt. Diese Entscheidung fiel im Bundesverteidigungsministerium indes anders aus, die bundesweiten Standorte - und damit auch der in St. Wendel - sollen privatisiert werden.

Bei der Suche nach einem Investor hinke das Ministerium allerdings hinterher, beanstanden der auch für St. Wendel zuständige Bundestagsabgeordnete Christian Petry sowie Landtagsmitglied Magnus Jung aus Kastel (beide SPD ). Jung spricht von einer "Hängepartie" für die Belegschaft, ob ihr Arbeitsplatz dauerhaft gesichert wird. "Das Bundesverteidigungsministerium muss jetzt Wort halten und dafür Sorge tragen, dass der Standort St. Wendel gestärkt wird", sagt Petry. Alle Jobs zu erhalten und die HIL als Ausbildungsstelle für die Region zu erhalten, sei oberstes Gebot. Dabei habe das bisherige Bundeswehr-Werk gute Chancen, da nach Ansicht beider Politiker die sicherheitspolitische Lage weltweit nach zuverlässigen Instandsetzungsdienstleistern verlange. Petry und Jung äußerten sich entsprechend nach einem Treffen mit Betriebsräten der drei Rüstungsindustriestandorte aus St. Wendel (HIL), Nonnweiler (Diehl) und Schwarzerden (DST). Demnach wurde darauf verwiesen, dass bereits im Sommer auf die Privatisierungspläne seitens des Ministeriums verwiesen wurde, aber bislang nichts entschieden sei.