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Gymnasium Wendalium hat sportliche Erfolge erzielt

Sportlich : Wendalinum-Waggon rollt nach Berlin

17 Schüler reisen samt Lehrer und Betreuer in die Hauptstadt, um beim Bundesentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ anzutreten.

Gleich im Doppelpack könnte das St. Wendeler Gymnasium Wendalinum in Berlin Erfolge feiern. Denn zwei Mannschaften treten vom 7. bis 11. Mai in der Hauptstadt beim Bundesentscheid von „Jugend trainiert für Olympia“ an. Einmal im Volleyball, einmal im Badminton – jeweils in der Altersklasse WK II (Geburtsjahrgänge 2002 bis 2005).

Yannik Mohr freut sich schon jetzt auf den Wettkampf. Der Siebtklässler gehört nicht nur zur Mannschaft seiner Schule, sondern spielt auch beim Oberthaler Badminton Club. Seit vergangenem Jahr gibt es die Arbeitsgemeinschaft (AG) Badminton. Gleich im Gründungsjahr, so berichtet Lehrerin Josefine Miller, habe das Team nur knapp den Landessieg verpasst. Im zweiten Anlauf hat es nun geklappt. „Es ist eine gemischte Mannschaft mit Mädchen und Jungs“, erläutert Miller. Beim Wettkampf in Berlin werden sowohl Einzelspiele als auch gemischte Doppel ausgetragen. „Wir gehen unvoreingenommen in den Wettkampf“, kündigt Miller an.

Die Badminton-AG reist nicht alleine, sondern gemeinsam mit den Volleyballern an. „Wir stellen quasi einen Wendalinum-Waggon“, scherzt Miller. Während es für ihre Schützlinge eine Premiere ist, hat das Volleyball-Team um Lehrer Michael Schu bereits Berliner Bundesentscheid-Luft geschnuppert. „In anderen Bundesländern gibt es Sportinternate“, weiß Spieler Maikel Egowzew um die Konkurrenz. „Und wir sind auch nicht alle Zwei-Meter-Riesen wie die Hessen.“ Dennoch geht der Zehntklässler positiv ins Turnier. „Wir geben einfach das Beste und schauen, wie die Platzierung wird.“

Gewisse Chancen auf ein gutes Abschneiden rechnet sich Lehrer Schu bei etwas Losglück schon aus. „Ich denke, wir können unter die ersten zehn kommen.“ Was ihn so positiv stimmt? „Was das Team im Landesfinale gezeigt hat, das sah schon nach Volleyball aus“, scherzt er. Der Vorteil der AG: Viele der Schüler spielen auch beim TV Bliesen. Haben entsprechend mehr Training. Außerdem stellt der Verein mit einem Drittliga-Volleyball-Team in der Regel einen FSJ’ler (Freiwilliges Soziales Jahr), der Schu beim Training in der Schule unterstützt. Aktuell übernimmt diesen Part allerdings ein Oberstufenschüler: Björn Franke, der ebenfalls beim TV Bliesen aktiv ist. „So können wir die Gruppe teilen und effektiv üben“, sagt Schu.

Für Schulleiter Alexander Besch ist das Zusammenspiel zwischen Verein und Schule eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Solche Kooperationen könnte er sich auch bei anderen Sport-AGs vorstellen. Insgesamt ist er stolz auf das, was Schüler und Lehrer leisten. „Wir haben in einigen Sportarten tolle Erfolge erzielt. Andere müssen wir noch voranbringen“, sagt Besch. Und denkt bei letzterem ausgerechnet an König Fußball.

Die Lehrer Maximilian Schmitt und Philipp Müller sind zuständig, wenn es um die Schülermannschaften der Jungs geht. „Wir wollen die AG schrittweise weiter aufbauen“, sagt Müller. Für „Jugend trainiert für Olympia“ habe die Schule alle Wettkampfklassen gemeldet. Mit dem Team der WK II sei man knapp im Regionalentscheid gescheitert. Für die WK III (Geburtenjahrgänge 2005 bis 2007) wird es am heutigen Donnerstag ernst. Das Team tritt beim Regionalentscheid an. „Ich hoffe, dass wir das Landesfinale erreichen können“, sagt Müller motiviert.

Neben kickenden Lehrern zählt zum Wendalinum-Kollegium auch eine Fußballerin. Katrin Wagner spielt selbst in der Damenmannschaft in Niederkirchen und möchte gerne eine Fußball-AG für Mädchen etablieren. Interesse hätten die Schülerinnen schon signalisiert, vor allem in der Unterstufe. In den Vereinen gebe es oft ab einem gewissen Alter der Mädchen kein richtiges Angebot mehr. Diese Lücke möchte Wagner schließen. „So können die Schülerinnen, die schon Fußball gespielt haben, am Ball bleiben“, sagt sie. Zum anderen möchte sie Mädchen auch neu für den Sport begeistern. Zwölf bis 15 Teilnehmer werden gebraucht, damit die AG entstehen kann.

Schulleiter Alexander Besch ist froh um so viel Engagement seiner Lehrer. Denn neben Sprachen und Naturwissenschaften gehöre nun mal auch Sport zum Profil der Schule.