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Gruselgestalten treiben ihr Unwesen

Gruselgestalten treiben ihr Unwesen

Kreis St. Wendel. "Süßes oder Saures" - Halloween, das Gruselfest, das von Übersee nach Deutschland gekommen ist, wird auch im Kreis St. Wendel immer mehr zu einem festen Bestandteil des alljährlichen Veranstaltungskalenders. So war beispielsweise das St

 Auch im Wendelinusbad tobten die Hexen.
Auch im Wendelinusbad tobten die Hexen.
 Viele Geister sorgten im Saalbau für eine gruselige Stimmung.
Viele Geister sorgten im Saalbau für eine gruselige Stimmung.

Kreis St. Wendel. "Süßes oder Saures" - Halloween, das Gruselfest, das von Übersee nach Deutschland gekommen ist, wird auch im Kreis St. Wendel immer mehr zu einem festen Bestandteil des alljährlichen Veranstaltungskalenders. So war beispielsweise das St. Wendeler Wendelinusbad, das am Freitag zur Halloween-Party geladen und bis Mitternacht geöffnet hatte, das Ziel großer und kleiner Gespenster. Im Foyer hatte sich die Jugendgruppe der DLRG St. Wendel niedergelassen und bot Spiel und Spaß für Kinder. "Hier können die Kinder basteln oder Verschiedenes spielen", erklärte Daniel Müller vom DLRG. "Wir sind mit dem Zuspruch sehr zufrieden, das kommt richtig gut an. Am frühen Abend hatten wir etwa 50 Kinder da", freute sich Stefan Stillenmunkes, leitender Schwimmmeister des schaurig-schön geschmückten St. Wendeler "Grusel"-Bades. "Unser Team hat die ganze Woche an der Dekoration gearbeitet, das meiste ist selbst gebastelt", erklärt Schwimm-Chef Stillenmunkes, dessen Mannschaft sich ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm ausgedacht hatte. So gab es beispielsweise Tauchwettbewerbe und Wettschwimmen, zudem durften die großen Glasscheiben mit Fingerfarben angemalt werden. Wer dabei so richtig müde wurde, konnte anschließend an der Grusel-Bar von Britta Willmann und Katja Mailänder wieder Kraft tanken. Das machten Chiara Eisenbarth und Kim-Leonie Schimpf aus Bliesen. Die beiden zehn und elf Jahre alten Mädchen waren mit ihren Eltern ins St. Wendeler Bad gekommen und fanden, wie Chiara sagte, "Halloween im Schwimmbad einfach cool". "Cool", war es auch im Saalbau, wo die Stadt St. Wendel zur sechsten Halloween-Party für Kinder geladen hatte. Organisiert hatte die Party Georg Lauer. Der war begeistert, dass etwa 500 Besucher den Weg in den Saalbau gefunden hatten: "So viele Besucher hatten wir noch nicht, aber wir haben in diesem Jahr auch wieder ein tolles Programm zusammengestellt." Beispielsweise zeigten Martin und Jakob Mathias eine Grusel-Zaubershow, und Michi Vogdt sorgte mit fetzigen Halloween-Mitmach-Liedern für Stimmung. Derweil wurde im Foyer des Saalbaus am Stand der Bliestalhexen gebastelt. Im Angebot: Fledermäuse, haarige Spinnen, kleine Gespenster. Gabriele Sauer, sozusagen die Oberhexe, erzählte: "Wir konnten in diesem Jahr etwa 100 Gespenstern eine neue Heimat geben." In St. Wendel sind die Bliestalhexen jedes Halloween dabei: "Ich finde das Konzept unterstützenswert. Denn hier geht es nicht um Horror, sondern es ist eher so ein Fußsohlenkitzel-Grusel für Kinder. Hier geht kein Kind heim und hat nachts Albträume." Doch nicht nur die Kinder feierten am Freitag im Kreis St. Wendel Halloween. Beispielsweise ging es auch im Bosaarium, wo zahlreiche ältere Grusel-Fans bis in die frühen Morgenstunden spukten, richtig rund. Verkleidete waren allerdings in der Minderheit, nur hier und da sah man ein Skelett oder einen Vampir sein Unwesen treiben. Bei den Damen war hingegen der "Hexen-Look" angesagt. Christian aus Marpingen schreckte das aber nicht: "Ich habe keine Angst vor Hexen. Ich war mal mit einer verheiratet."