Gladiatoren kämpfen in Bubach

Bubach. Gladiatorenkämpfe und Auftritte von Legionären standen im Mittelpunkt beim Blütenfest auf dem Buberg. Das Römertreiben sollte an die villa rustica, ein römischer Gutshof, in der Nähe des Ortes erinnern. Walter Müller von der Vereinsgemeinschaft Bubach freute sich, so viele Gäste begrüßen zu können

Bubach. Gladiatorenkämpfe und Auftritte von Legionären standen im Mittelpunkt beim Blütenfest auf dem Buberg. Das Römertreiben sollte an die villa rustica, ein römischer Gutshof, in der Nähe des Ortes erinnern. Walter Müller von der Vereinsgemeinschaft Bubach freute sich, so viele Gäste begrüßen zu können. Man wolle diesmal die Vergangenheit in Erinnerung rufen, zumal der Heimatverein die Geschichte der Römersiedlung bei Bubach erforscht und in einer Broschüre zusammengefasst habe, erklärte er. Landrat Udo Recktenwald sah sich als Schirmherr verpflichtet, neben einem Scheck auch einen Schirm zu überreichen. Er sah durchaus eine wichtige Verbindung des Blütenfestes und des Kirschendorfes Bubach zu den Römern. Denn ein römischer Feldherr soll auf seinen Kriegszügen in Persien und der Türkei Kirschbäume entdeckt und als Kriegsbeute in seinen Streitwagen nach Deutschland gebracht haben. Dank, Anerkennung und Respekt zolle er der Bubacher Vereinsgemeinschaft für ihr gemeinsames Engagement und die erreichten Leistungen. Er nannte das Ostertal eine "Perle der Natur". Ortsvorsteherin Thea Edinger sprach ein Grußwort und überreichte eine Spende. Hans Kirsch, der Vorsitzende des Heimatvereins, berichtete über die Erforschung der römischen Siedlung am Heidenbösch und stellte die neue Broschüre vor. Am Morgen organisierten die Radlerfreunde eine geführte Radwanderung durch das Ostertal. Pfarrer Stefan Werner hielt einen Gottesdienst im Zelt und predigte über Kapitel Fünf im Römerbrief. Die römische Suppe am Mittag mundete ausgezeichnet. Die Jugendwehr führte unter der Regie von Max Gerhart, Frank Holzapfel, Felix Lensch und Rüdiger Cullmann eine Schauübung vor. Die Tanzgruppe des SV Osterbrücken erfreute die Besucher mit Tänzen. Die Hauptattraktion erhielt die Veranstaltung wohl durch die Gladiatorenschule Ludus Nemesis aus Hamburg und die Legionärstruppe in originalgetreuer Ausrüstung. Sie vermittelten ein lebendiges Bild des antik-römischen Lebens von vor fast 2000 Jahren. Großes Interesse weckten die spannungsgeladenen Gladiatorenkämpfe. Dabei war auch ein weiblicher Gladiator, die Leiterin der Truppe, Svenja Grosser alias Medusa aus Hamburg. Die weiteren Kämpfer stammten aus der näheren und weiteren Umgebung des Ostertals: Wolfgang Müller alias Lupus (Blieskastel), Matthias Gortner alias Ferox (Schönenberg) und Matthias Ganz alias Arges (Frohnhofen). Vor und zwischen den Kämpfen informierten die Gladiatoren über ihren Sport. Geführt vom CenturioDie Legionärstruppe, angeführt von Lucius Valerius Albinus alias Peter Klein (Ottweiler) im Range eines Centurio (Hauptmann) und Thomas Biertümpel aus Oberursel im Range eines Optio (Leutnant) präsentierten mit ihrer Prätorianer-Kohorte römische Exerzitien. Bereichert wurde die Veranstaltung noch durch die Ausstellung von Thomas Schäfer aus Hoof in einem römischen Gewand, der Fundstücke der Bubacher und anderer Römersiedlungen präsentierte sowie Scherben und Nachbildungen von Münzen und Waffen. Für die Kinder organisierte er eine Schatzsuche und zeigte ihnen das Schreiben auf Papyrus mit römischen Schriftzeichen. Auch einige "kleine Römer" bevölkerten das Fest.