Gillen setzt auf Riesenofen

Bliesen. Produktionsleiter Klaus Torsten Müller blickt stolz auf den sechs Meter hohen Koloss mit seinen zwölf Etagen. Der 36-jährige Bäckermeister aus Niederlinxweiler weiß nämlich: Diesen modernen Holzbackofen gibt es zurzeit nur drei Mal in Deutschland. In unserer Region sei er sogar einmalig. Er wird mit Holzhackschnitzeln geheizt. "Holz gibt eine andere Hitze ab als Öl

Bliesen. Produktionsleiter Klaus Torsten Müller blickt stolz auf den sechs Meter hohen Koloss mit seinen zwölf Etagen. Der 36-jährige Bäckermeister aus Niederlinxweiler weiß nämlich: Diesen modernen Holzbackofen gibt es zurzeit nur drei Mal in Deutschland. In unserer Region sei er sogar einmalig. Er wird mit Holzhackschnitzeln geheizt. "Holz gibt eine andere Hitze ab als Öl. Damit erzielen wir eine bessere Qualität", versichert der Experte. Und so wolle sich sein Unternehmen - die Bäckerei Berthold Gillen GmbH - mit ihren mittlerweile 57 Filialen im südwestdeutschen Raum von der Konkurrenz absetzen. In diesem neuen zwölf Tonnen schweren Ofen, für dessen Montage Fachleute allein zwei Tage Montagezeit brauchten und bis zur regulären Inbetriebnahme es zwei Monate dauerte, werden in erster Linie Holzfällerbrote und -brötchen gebacken. Während Brote etwa eine Stunde im Innern bleiben und bei bis zu 280 Grad backen, sind die Brötchen bei höchstens 250 Grad schon nach 18 Minuten fertig. Laut Müller können so 1000 Kilogramm Teig pro Stunde verarbeitet werden. Die Investition - über die Kosten schweigt der Betrieb - habe sich gelohnt. Der Ofen sei für rund 20 Jahre konzipiert.

Auf einen BlickUm Kindergärten in der Region zu unterstützen, hat die Bäckerei Gillen in ihren 57 Filialen während der Vorweihnachtszeit 50 Cent vom Preis für das Aktionsprodukt Adventsbrot abgezweigt. Dabei kamen laut Unternehmensangaben 5860 Euro zusammen. Die sollen sich fünf Einrichtungen teilen. Demnach erhalten jeweils 1172 Euro: die Kindergärten in Bliesen, Winterbach, Alsweiler, der evangelische Kindergarten in St. Wendel sowie der Kindergarten in Namborn. Für welchen vordringlichen Zweck die jeweiligen Leiter das Geld einsetzen, bleibt ihnen überlassen, teilt Monika Gillen für ihr Unternehmen mit. Das Geld soll in den nächsten Tagen überwiesen werden. hgn