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Geschäftsidee und Persönlichkeit müssen überzeugen

Geschäftsidee und Persönlichkeit müssen überzeugen

Zahlreiche potenzielle Existenzgründer nahmen an der Veranstaltung „Existenzgründung als Alternative“ der Arbeitskammer des Saarlandes teil. Sie wurde gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und weiteren Partnern im UTZ St. Wendel durchgeführt.

"Existenzgründung als Alternative" lautete das Thema einer Vortragsveranstaltung, zu der Arbeitskammer und Wirtschaftsförderung ins UTZ St. Wendel eingeladen hatten. Viele angehende Gründer kamen und wollten ausloten, ob der Weg in die Selbstständigkeit tatsächlich eine Alternative zu Job oder Arbeitslosigkeit ist. Existenzgründungslotse Ralf Becker betonte, mit der Veranstaltungsreihe wolle die Arbeitskammer vor allem qualitativ bessere Gründungen erreichen. Neben der Persönlichkeit des Gründers sei eine sorgfältige Planung des Gründungsvorhabens von zentraler Bedeutung. Motive für den Gang in die Selbstständigkeit gäbe es viele, die beste Motivation sei allerdings die lohnende Umsetzung einer guten Geschäftsidee.

"Viele Wege führen nach Rom", stellte Prokurist Bernhard Schmidt von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft fest. Eine Variante dabei sei die Gründung vom "Punkt Null". Es stünden aber auch viele Unternehmen zur Übernahme an, speziell im Bereich Handwerk. Der Vorteil sei, dass man einen Kundenstamm übernehmen könne. Man müsse sich vor allem der Konsequenzen der Selbstständigkeit bewusst werden. "Zu den häufigsten Fehlern zählen ein Start ohne Konzept und ohne genügende finanzielle Mittel, eine unzureichende Marktbeobachtung sowie ein zu schnelles Aufgeben", so Schmidt.

Nadine Staub-Ney vom Wirtschaftsministerium stellte das Beraternetzwerk "Die Saarland-Offensive für Gründer" (SOG) vor. Diesem Netzwerk gehören alle in der Gründungsförderung aktiven Einrichtungen im Saarland an. Auf der Webseite www.gruenden.saarland.de lässt sich das Spektrum inklusive der aktuellen Veranstaltungstermine recherchieren.

Starthilfe für Existenzgründer

Bei einer Existenzgründung gibt es viele Fördermöglichkeiten in Form von Darlehen, die Marco Mathieu von der Saarländischen Investitionskreditbank AG (SIKB) vorstellte. Neben Landesprogrammen wie dem "Startkapitalprogramm" des Saarlandes existieren auch Bundesprogramme (KfW Gründerkredit Start-Geld). Je nach Wahl des Kreditprogramms kann der Gründer von tilgungs- und zinsfreien Anlaufzeiten profitieren und so seine Liquidität schonen. Unerlässlich, um überhaupt gefördert zu werden , seien nicht nur eine überzeugende Geschäftsidee und ein schlüssiges Konzept. Letztlich komme es auf die Gründerpersönlichkeit an.