Gefehlt hat es an nichts

Für neun Tage war eine Händlerschar in über 130 Weihnachtshäuschen in St. Wendel eingezogen. Drei Regentage haben die Marktleute während des Weihnachtsmarktes verkraften müssen. Nicht unzufrieden sind sie am Sonntag wieder ausgezogen.

Die Auswahl bei den Standbetreibern auf dem St. Wendeler Weihnachtsmarkt war riesengroß. Geschenk- und Dekoartikel, Keramik, Schaffell-Produkte und Erzeugnisse aus dem Erzgebirge lagen auf den Theken der Holzbüdchen. Glühweine, regionaltypische kulinarische Schmankerl und eine aus Hanf zubereite Mahlzeit nahmen die Besucher bei ihren Bummelpausen zu sich. An drei Regentagen hielt sich der Besucherzuspruch deutlich in Grenzen. "Wir hatten deshalb ein mittelprächtiges Geschäft", erklärte Kunsthandwerkerin Ursula Becker aus Dillingen, die auf dem Schlossplatz ihren Austernschmuck anbot. Die Saarlandfrauen Ortsverein St. Wendel waren zufrieden: "Unsere Zimtwaffeln sind alle weg", berichtete die Vorsitzende Marianne Broy. Kunstschnitzer Hermann Becker stand für den guten Zweck im Häuschen. "Ich habe Zeit und mache es sehr gerne", erzählte Becker, der seit über zehn Jahren zu den Stammgästen gehört. Der Erlös seiner Dekosachen aus Holz kommt der Elterninitiative krebskranker Kinder im Saarland zugute. Zum 17. Mal war der Aschbacher Krippenbauer Josef Schmidt dabei. "Bis auf die drei Tage mit dem schlechten Wetter bin ich zufrieden", fasst Schmidt zusammen. Hochbetrieb herrschte an beiden Wochenenden in den Marktgassen. "Ansonsten war es Nachmittagen über die Woche ruhig, am Abend war dann wieder mehr los", so Thomas Wüst, Pressesprecher der Stadt. Wenn die Bühne und die Arena am Kugelbrunnen bespielt wurden, dann musste Alex Induashvili die Finger in der Feldbeckerey rundgehen lassen. "Insgesamt war das Geschäft nicht schlecht", stellte er fest. Gestern sind alle Marktleute ausgezogen, die neuen Mieter werden vor Ostern erwartet.