Gedenken an die Reichspogromnacht: Kranzniederlegung am 9. November

Gedenken : Opfer von Halle stehen im Mittelpunkt des Gedenkens

Seit 2009 erinnert der Landkreis St. Wendel jährlich am 9. November mit einer Kranzniederlegung am einstigen Standort der St. Wendeler Synagoge in der Kelsweilerstraße 13 an die Novemberpogrome 1938. In diesem Jahr um 15 Uhr.

Landrat Udo Recktenwald (CDU) dazu: „Die jährliche Kranzniederlegung ist ein Bestandteil der Erinnerungskultur im Landkreis St. Wendel, die sich mit den Schrecken der NS-Zeit auseinandersetzt, die aufklärt, informiert und den Opfern würdig gedenkt. Die diesjährige Kranzniederlegung widmen wir den Opfern von Halle. Dieser fürchterliche Anschlag gilt uns allen. Und wir alle sind aufgefordert, Gesicht zu zeigen. Es gilt gerade jetzt, die Ursachen von Hass und Intoleranz intensiver zu erforschen und zu bekämpfen, die Erinnerungsarbeit zu stärken, unsere demokratische Grundordnung zu verteidigen.“

Vor 81 Jahren wurden im Deutschen Reich Synagogen geschändet, geplündert und angezündet, jüdische Mitbürger verhöhnt und inhaftiert. Auch im Kreis St. Wendel. In fünf Orten – in St. Wendel, Tholey, Sötern, Bosen und Gonnesweiler – fanden Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung und deren Eigentum statt. Die Synagoge in St. Wendel wurde am 10. November 1938 von SS-, SA- und NSDAP-Mitgliedern geschändet und in Brand gesteckt, teilt ein Sprecher mit.

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