Unsere Woche : Ein Herz für den Valentinstag

Irgendwie habe ich das Gefühl, dem Valentinstag Trost zusprechen zu müssen. Hat doch der Tag der Liebenden offenbar für mächtig Wut unter den Menschen gesorgt. Zumindest kann man diesen Eindruck gewinnen, wenn man sich so manchen Kommentar in den sozialen Netzwerken durchliest.

Keine Frage, diesen Tag muss man nicht mögen. Aber gleich so hart verurteilen? Und mit ihm auch jene Menschen, denen etwas am Tag der Liebenden liegt. Eigentlich schade. Warum nicht einfach mal gönnen können?

Ein häufiger Vorwurf, der dem Valentinstag gemacht wird: Es sei nur noch Kommerz, erfunden von den Blumen- und Schokoladenhändlern. Zunächst einmal ist der 14. Februar nichts weiter als ein Gedenktag. Und zwar zu Ehren Valentins, einem Mann, der sich für Verliebte einsetzte. Er hat also Tradition, wurde nicht erfunden.

Und das mit dem Kommerz? Liegt das nicht vielmehr an uns selbst als an dem Tag? Es wird doch keiner gezwungen, Blumen zu verschenken, Pralinen in Herzchen-Papier einzuwickeln oder hunderte Euro beim Juwelier zu lassen. Kleine Liebesgesten müssen doch kein Geld kosten. Ein liebevolles Wort ist doch viel kostbarer.

Darüber hätte sich bestimmt auch der arme Valentinstag gefreut, der sich in Kommentaren auch anhören musste, dass er nicht gebraucht werde. Um Liebe ginge es doch das ganze Jahr. Dem stimme ich absolut zu. Aber bei all der Hektik im Alltag könnten wir den 14. Februar doch einfach als Erinnerungsnotiz nehmen. Um seinem Schatz mal wieder etwas Liebes zu sagen oder einen romantischen Abend zu verbringen. Das kann doch nie schaden. Und deshalb ist es vielleicht doch gut, dass es den Valentinstag gibt: Ich hab Dich lieb.

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