Für Alarmierung aus einer Hand

Bliesen. Die Einrichtung einer integrierten Leitstelle, mit der man unter einer Notrufnummer Feuerwehr und Rettungsdienst alarmieren kann, bei der Berufsfeuerwehr in Saarbrücken ist nicht erst seit vergangenem Samstag das zentrale Anliegen des LFV, der Interessengemeinschaft der Feuerwehren

Bliesen. Die Einrichtung einer integrierten Leitstelle, mit der man unter einer Notrufnummer Feuerwehr und Rettungsdienst alarmieren kann, bei der Berufsfeuerwehr in Saarbrücken ist nicht erst seit vergangenem Samstag das zentrale Anliegen des LFV, der Interessengemeinschaft der Feuerwehren. In ganz Deutschland, sagte Detlef Köberling, der Vorsitzende des LFV, gäbe es mittlerweile integrierte Leitstellen zur Alarmierung der Feuerwehr und des Rettungsdienstes, nur im Saarland gäbe es sie noch nicht. "Das Thema scheint sich zu einem 'Running Gag' zu entwickeln", meinte Köberling leicht ironisch. Man habe die eigens dazu verfasste Resolution nicht beachtet. Trotz allem mache sich bei ihm nun vorsichtiger Optimismus breit, denn es sei Bewegung in die Sache gekommen. Der Minister für Inneres, Stephan Toscani (CDU), hatte kurz zuvor für den kommenden Monat einen runden Tisch mit allen Beteiligten angekündigt. Er hielt fest, dass die Angelegenheit eine kommunale Aufgabe sei. "Im Koalitionsvertrag steht, dass wir uns dafür einsetzen wollen, dass eine Lösung gefunden wird, die sowohl alle Sicherheits- als auch Kostenaspekte berücksichtigt und alle Beteiligten einbindet", versicherte er der Versammlung.Die Fronten seien verhärtet und müssen aufgeweicht werden. "Die Landesregierung hat dabei die Moderatorenrolle übernommen", so der Minister. Ebenfalls seit ein paar Jahren beschäftigt sich der LFV auch mit der Einführung des Digitalfunks. Leider gestalte sich das Thema schwieriger, als erwartet. "Wir treten einfach auf der Stelle", äußerte Landesbrandinspekteur Bernd Becker seinen Missmut. Die saarländischen Freiwilligen Feuerwehren rückten vergangenes Jahr zu 6817 Einsätzen aus, 2461 Brände und 4356 technische Hilfeleistungen. "Das sind 390 Einsätze mehr als im Vorjahr", vermeldete der Primstaler. Feuerwehr-FührerscheinDamit auch die Nachwuchskräfte die Fahrzeuge bewegen können, plädierte Becker, erneut für die Einführung des Feuerwehr-Führerscheins.Als kritisch bewertete er abseits seines Tätigkeitsberichts den Zustand des Fuhrparks der gastgebenden Bliesener Wehr. "Damit ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen", urteilte Becker. Hier müsse die Stadt St. Wendel sich etwas einfallen lassen. Platz eins und ein Preisgeld in Höhe von 3000 Euro ging bei der Preis-Verleihung des Feuerwehr-Awards an die Feuerwehr Saarlouis. Für Platz zwei erhielt die Feuerwehr Riegelsberg 2000 Euro. Über den dritten Platz und 1000 Euro freute sich die Feuerwehr aus Weiskirchen. Für seine besonderen Verdienste wurde LFV-Kassenwart Markus Hauck mit dem verbandseigenen Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet.