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Frische Eier und ein nettes Wort für jeden

Frische Eier und ein nettes Wort für jeden

Martin und Petra Presser vom Bio-Geflügelhof Presser in Illingen sind Stammgast auf dem Wochenmarkt in St. Wendel.

Frisches vom Erzeuger direkt auf den Tisch. Mehr als 1000 Eier legen die Hühner wöchentlich auf dem Illinger Bio-Geflügelhof Presser, davon geht donnerstags in der Zeit von 8 bis 13 Uhr ein guter Teil auf dem St. Wendeler Wochenmarkt über die Theke. Martin und Petra Presser sind in dritter Generation Geflügelhof-Betreiber und Eigenvermarkter, und seit mehr als 30 Jahren mit Fleisch und Eiern auf Märkten unterwegs. "1990 haben wir den Bestand von 12 000 unglücklichen Hühnern in Käfighaltung auf Freilandhaltung mit 3000 glücklichen Legehennen reduziert", berichtet Petra Presser. Eine Bedrohung durch die sogenannte Hühnergrippe bestehe in der hiesigen Region nicht. "Wir mussten die Tiere noch nicht einsperren. Das Saarland ist zu klein, hier können die Zugvögel nicht landen", scherzt sie.

Beliebt bei der Kundschaft sind die bunt gefärbten Eier. "Die schönen Farben entstehen, weil wir die Hühner mit Smarties und Wasser füttern", ist die Marktfrau um keinen Spruch verlegen. Ihre überwiegend älteren Stammkunden kennt sie seit Jahren. "Es wäre schön, wenn mehr jüngere Leute zum Einkauf auf den Markt kommen würden, denn die Kinder sollen doch gesund groß werden", meint sie.

Im Angebot hat sie Geflügel, Bio-Roastbeef, Wildspezialitäten, Feinkostprodukte, und in der kalten Jahreszeit sind besonders die Suppenhühner gefragt. "Im Sommer stellen wir dann mehr auf Grillhähnchen um", ergänzt sie. Bei ihr gibt's zudem hausgemachte Butter, Milchprodukte und Nudeln aus eigener Herstellung. "Dabei kommen neun Eier auf ein Kilogramm Gries, alles ohne Wasser und Farbstoffe", erklärt Presser.

Kundin Christine Philippi weiß genau, warum sie donnerstags an die Stände auf der Mott kommt: "Frische regionale Produkte und ein nettes Gespräch, all das kriege ich auf dem Wochenmarkt und sonst nirgends." Den Markt in der Kreisstadt möchte Einkäuferin Philippi nicht missen. "Ich bekomme hier alles, das ist doch klasse und ich brauch' nicht bis nach Frankreich zu fahren", vergleicht sie die Qualität des Sortiments. Sogar mit einem Fläschen selbst gemachten Eierlikör könne man sich am Stand des Geflügelhofs Presser eindecken. Gegen 13 Uhr wird dann der Verkaufsstand abgebaut. "Früher standen wir so lange auf dem Markt, bis wir das letzte lebende Tier verkauft hatten", erinnert sich Presser. Gackernde Hühner sind inzwischen nicht mehr im Angebot.

Von Dienstag bis Samstag ist sie vormittags auf den Märkten, ab 14.30 Uhr geht es jeweils im Hofladen weiter. "Im Winter stehe ich den ganzen Tag draußen in der Kälte", so Presser, die seit mehr als 30 Jahren Marktfrau ist. Doch geklagt wird nicht, viel lieber etwas Neues ausprobiert.