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Frieden und Freiheit brauchen Einsatz

Frieden und Freiheit brauchen Einsatz

Bliesen. Nach der Abendmesse im Bliestaldom verweilten die meisten der rund 200 Gottesdienstbesucher am Samstag noch ein wenig in der Kirche, um an der Gedenkfeier zum Volkstrauertag teilzunehmen

Bliesen. Nach der Abendmesse im Bliestaldom verweilten die meisten der rund 200 Gottesdienstbesucher am Samstag noch ein wenig in der Kirche, um an der Gedenkfeier zum Volkstrauertag teilzunehmen. "Bedenken wir an diesem Tag, um wie viel diese Welt menschlicher und lebenswerter wäre, wenn es endlich gelingen könnte, Terror, Gewalt und Krieg schon in ihren Ansätzen zu ersticken", sagte Bliesens Ortsvorsteherin Maria Horras in ihrer Ansprache. Die Realität sehe leider anders aus, was in den Medien täglich nachgelesen werden könne. Der Volkstrauertag erinnere jedoch nicht nur an das unsägliche Leid, das Millionen Menschen in Deutschland und vielen anderen Teilen der Erde zugefügt worden sei. Diese Geschehnisse gehörten zu den dunkelsten Kapiteln der Geschichte. "Wenn uns die Toten, denen wir heute gedenken, etwas zu sagen haben, dann dies: Wir dürfen uns nicht mit Krieg und Gewalt abfinden. Wir fühlen uns anderen Werten verpflichtet", hob Maria Horras hervor. Niemals dürften die Menschen vergessen, dass Frieden und Freiheit ein Geschenk seien, das sie nur dann behalten können, wenn sie sich für ihren Erhalt einsetzen.Nachdem der Gesangverein das Lied "Über den Sternen" gesungen und der Musikverein das Lied "Ich hatt' einen Kameraden" vorgetragen hatten, schritten die Gläubigen unter Trommelwirbel zum Ehrenmal. Dort wurde ein Kranz niedergelegt. Feuerwehrleute hielten die Ehrenwache. Bliesen hatte im Ersten Weltkrieg 72 Gefallene und Vermisste zu beklagen, im Zweiten Weltkrieg 216. Das erste Kriegerdenkmal wurde 1921 am Aufgang zur Kirche errichtet. Das heutige Ehrenmal an der Westseite der Kirche entstand vor 53 Jahren. Es wurde am 21. November 1956, dem Buß- und Bettag, in Anwesenheit des saarländischen Ministerpräsidenten Hubert Ney (CDU) eingeweiht. Die Namen der 288 Kriegsopfer sind in Bronzetafeln gegossen. gtr