Fridays for Future: Schüler demonstrieren auch in den Ferien in St. Wendel

Fridays for Future : Schüler demonstrieren auch in den Ferien

Etwa 40 Klimaschützer zogen durch die Innenstadt und forderten die Politik zum Handeln auf.

Die Fridays-for-Future-Bewegung traf sich am Freitag zu einer Demonstration in St. Wendel mit anschließender Kundgebung auf dem Schlossplatz. In der Mott hatten sich etwa 40 Leute, die meisten davon Schüler, versammelt, um gemeinsam durch die Innenstadt zu marschieren. Dabei forderten sie lautstark mehr Klima- und Umweltschutz. Laut den Organisatoren Sam Kopp und Christian Konstroffer seien nur so wenige Teilnehmer gekommen, weil es derzeit so heiß sei, dass wohl viele den Weg gescheut hätten. Ihrer Ansicht nach ebenfalls eine Folge der Klimaerwärmung.

Auf dem Schlossplatz kamen mehrere Redner zu Wort, allen voran die Professoren Susanne Hartard und Klaus Gollmer vom Umwelt-Campus Birkenfeld. Beide sind Unterzeichner der Initiative „Scientists for Future“. Hartard, eine Umweltwissenschaftlerin, sagte, Deutschland sei lange Vorreiter in Sachen Klimaschutz gewesen, aber diese Zeiten seien vorbei. Obwohl die Fakten schon eine ganze Weile auf dem Tisch lägen, fehle es am konkreten Handeln der Politik, was sie sehr enttäusche. Aber die Initiative der vorwiegend jungen Menschen mache ihr Mut: „Für mich seid Ihr eine große Hoffnung. Es ist beeindruckend, wie Ihr Euch einsetzt und dass Ihr sogar europaweit vernetzt seid.“ Gollmar aus dem Fachbereich Informatik forderte den sofortigen Kohleausstieg und eine schnellere Digitalisierung, jedoch bezog er auch den Einzelnen in seine Überlegungen mit ein: „Wir alle können etwas tun, indem wir den Öffentlichen Nahverkehr nutzen und zusehen, dass wir zu Hause weniger Energie verschwenden.“

Jan Zubix, 18, aus Leitersweiler war mit seinem Freund Jeremia Gabriel, ebenfalls 18 Jahre alt, aus Hoof zur Demonstration gekommen. Sogar Jeremias achtjähriger Bruder Jonas war mit dabei, um sich für den Klimaschutz einzusetzen. Alle drei hatten selbst gebastelte Plakate mitgebracht. Jeremia erzählte, dass er schon häufiger an Veranstaltungen von Fridays-for-Future teilgenommen habe, weil ihm die Umwelt ein großes Anliegen sei. Auch sein Bruder Jonas sei ein alter Hase in Sachen Klimaschutz. „Er ist schon zum dritten Mal mitgekommen und war sogar schon einmal in Saarbrücken dabei“, sagte Jeremia.