Förster informieren über Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung

Förster informieren über Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung

Buchdrucker und Kupferstecher – so heißen die Borkenkäfer, die vor allem den Fichten gefährlich werden. Die Forstbetriebsgemeinschaft Saar (FBG) warnt vor den gefährlichen Tierchen.

Angesichtes der massiven Regenfälle in den vergangenen Wochen ist der überdurchschnittlich trockene Sommer im vergangenen Jahr aus dem Blick geraten. Angesichts der damals fehlenden Niederschläge, die die Bäume in Stress gesetzt hatten, und des milden Winters rechnen die saarländischen Privatwaldeigentümer mit einer raschen Vermehrung und Ausbreitung des Borkenkäfers. "Einer besonderen Gefahr hierfür sind Fichtenbestände besonders der mittleren und älteren Altersklassen ausgesetzt", schreibt die Forstbetriebsgemeinschaft Saar (FBG) in einer Pressemitteilung. Während der Buchdrucker , der schädlichste aller Borkenkäfer, sich eher auf stärkere und ältere Fichten konzentriere, bevorzuge sein kleiner Bruder, der Kupferstecher , vornehmlich junge Fichtenbestände im Dickungs- und Stangenholzstadium; mitunter befalle er auch die Kronen ältere Fichten .

Die ersten Symptome eines Befalls lassen sich laut FBG dadurch erkennen, dass noch stehenden, ehemals gesunden Fichten bei noch grüner Krone die Rinde abfällt. Weiter heißt es: Oftmals werden auch erhebliche Mengen noch grüner Nadeln abgeworfen, die sich am Boden deutlich von den normalen abgefallenen braunen Nadeln unterscheiden. Als Nächstes färben sich die Baumkronen rot und sind weithin sichtbar. Häufig sind auch am Stammfuß braunes Bohrmehl und am Stamm selbst starker Harzfluss zu erkennen.

Frischen Befall schnell entfernen

Im Regelfall helfe ein rasches Ernten der frisch befallenen Bäume, um sowohl ein weiteres Ausbreiten der Parasiten zu verhindern als auch dafür zu sorgen, dass der Markt nicht mit Käferholz überschüttet wird. Große Mengen von in kurzen Zeitspannen anfallendem Schadholz führen regelmäßig zu Absatzschwierigkeiten und Preisverfall. Es macht deshalb nach Aussage von Experten keinen Sinn, ältere und seit Längerem abgestorbene Bäume mit dem Ziel der Borkenkäferbekämpfung zu entfernen, da diese nicht mehr bruttauglich sind. Deshalb konzentrierten sich die Waldbauern ausschließlich auf frischen Befall.

Die Forstbetriebsgemeinschaft Saar bittet alle Waldeigentümer, im eigenen Interesse wachsam zu bleiben und die drohende Ausbreitung der Borkenkäfer, auch auf Nachbarparzellen, genau zu verfolgen und bei Befall unverzüglich tätig zu werden.

Nützliche Tipps zur Bekämpfung

Die Mitgliederversammlung der FBG Saar, ein Zusammenschluss von Privatwaldbesitzern, ist am Donnerstag, 23. Juni, auf dem Wendelinushof in St. Wendel .

Die Veranstaltung beginnt um 15.30 Uhr mit einer Waldexkursion im Wald der Gehöferschaft Urweiler Erben. Dabei geht es um die Erkennung der Borkenkäfergefahr und das Krisenmanagement. Treffpunkt ist auf dem Parkplatz Wendelinushof. Am Beispiel von vom Borkenkäfer befallenen Privatwaldparzellen möchte die FBG auf die Problematik hinweisen und die Waldbesitzer für dieses Thema sensibilisieren, sowie mögliche Gegenmaßnahmen aufzeigen. Um 18 Uhr beginnt die Mitgliederversammlung im Saal Leo des Wendelinushofes.

Wer Fragen zur Borkenkäfergefahr oder zur Nutzung des Privatwaldes hat, kann sich an den Geschäftsführer der FBG Saar wenden, Oliver Linnebach, Telefon (0 68 76) 70 00 44, Mobil: (0160) 93 97 36 93, oder den Privatwaldberater des Umweltministeriums, Thomas Reget,

Telefon (0 68 71) 50 26 18.