Förderung wirkt als Motivationsschub

Förderung wirkt als Motivationsschub

Stipendiaten der Studienstiftung Saar stellten sich im St. Wendeler Golfhotel den Mitgliedern des Rotaryclubs vor.

Der Rotaryclub St. Wendel-Stadt ermöglicht seit fünf Jahren Studierenden ein Deutschlandstipendium. Es soll ihnen einen planbaren finanziellen Rückhalt geben, damit sie sich noch intensiver auf ihr Studium konzentrieren können. Vier von zehn Stipendiaten haben sich den Mitgliedern des Rotaryclubs im St. Wendeler Golfhotel vorgestellt. "Für uns ist das eine gute Gelegenheit, die Stipendiaten der Studienstiftung Saar näher kennenzulernen. Uns ist wichtig, welche Persönlichkeiten stehen hinter den Stipendiaten", sagte eine sichtlich gut gelaunte Manuela Angel, Vorsitzende des Rotaryclubs St. Wendel-Stadt, bei der Kennenlernfeier.

Als da wäre der Tholeyer Samuel Schu. Sportlich eilt der 24-jährige Ausdauerläufer von Erfolg zu Erfolg. Seine Masterarbeit hat der Maschinenbaustudent im März abgeschlossen und nun bereitet er sich auf einen Einsatz im Ausland vor. "Ich möchte weitere internationale Erfahrungen sammeln", definierte Schu seine berufliche Zielsetzung. Wie für ihn, hat das Stipendium auch dem Eppelborner Maschinenbaustudenten Kevin Weiskircher (26) enorm viel gebracht. "2012 habe ich den Flyer dafür an der Uni gesehen und gedacht, bewerben schadet doch nix", berichtete Weiskircher. Die Unterstützung sei für ihn zugleich Antrieb und Bestreben, sein Level während des Studiums zu halten. "Wichtig sind dabei auch die vielen Kontakte, die man knüpfen kann", stellte Weiskircher heraus.

Lukas Gurin (30) aus Ommersheim habe die damalige Nachricht, dass er ein Deutschlandstipendium erhalten werde, mit Stolz erfüllt. "Die Unterstützung ist für mich eine Entlastung und eine große Ehre", betonte der Student im Fach Bauingenieurwesen. Vor sechs Jahren ist er aus der Slowakei nach Deutschland gekommen. "Ich bin nun in der Verantwortung, alles noch etwas besser zu machen", erklärte Gurin. Beflügelt vom Stipendium hat sich für den Systems-Engeneering-Studenten Lukas Schuck eine Eigendynamik entwickelt.

"Wir wollen versuchen die Talente, die mit einer hohen Qualität ausgestattet sind, auch im Saarland zu halten", sagte Christian Thomaser, Geschäftsführer der Studienstiftung Saar. Auf der anderen Seite, so Andreas Schütze, Professor an der Universität des Saarlandes, soll das Stipendium nicht nur mit Geben verbunden sein. Die Studenten sollen später einmal ehrenamtlich tätig sein. "Das zeigt dann, dass sie als Mensch gereift sind und etwas für die Gesellschaft tun", merkte Schütze an.

Das deutschlandweite Programm wurde 2011 von der Bundesregierung gestartet. Die Teilnehmer erhalten ein Jahr lang monatlich 300 Euro. Die Gesamtkosten von 3600 Euro werden geteilt: eine Hälfte übernimmt der Spender, die andere bezahlt der Bund. Damit soll privates Engagement gefördert werden. Für sein Engagement wurde der Rotaryclub St. Wendel-Stadt von der Studienstiftung Saar mit der Förderurkunde "Fördinand-Senior" geehrt.