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Förderung für energetische Gebäudesanierung: Zuschuss oder zinsvergünstigter Kredit?

Verbraucherzentrale informiert : Zuschuss oder zinsvergünstigter Kredit?

Für die Sanierung von Wohngebäuden bietet die Förderbank KfW prinzipiell zwei Alternativen an: Zum einen das reine Zuschussprogramm, zum anderen das Kreditprogramm mit Tilgungszuschuss. Darüber informiert ein Sprecher der Verbraucherzentrale.

Während das Zuschussprogramm von der Struktur her recht einfach sei, sei das Kreditprogramm etwas schwieriger zu verstehen, da es auch eine Zuschusskomponente enthält.

„Beim Zuschussprogramm erhält der Verbraucher je nach Maßnahme einen bestimmten Prozentsatz der Ausgaben direkt auf sein Konto“, erläutert Reinhard Schneeweiß, Architekt und Energieberater der Verbraucherzentrale. Die Zuschusshöhe hänge vom Umfang der Maßnahme ab. Je umfangreicher und je besser das Ergebnis, desto höher der Zuschuss. Bis zu 30 Prozent seien dann drin. Allerdings sei die anrechenbare Investitionssumme begrenzt. Für Einzelmaßnahmen mit zehn Prozent Zuschuss liege sie bei 50 000 Euro, für Effizienzhausmaßnahmen bei 100 000 Euro je Wohneinheit. „Der Nachteil bei diesem Programm ist, dass man den Rest selbst finanzieren muss und dass das Programm auf Ein- bis Zwei-Familienhäuser beschränkt ist“, erläutert Schneeweiß.

Das Kreditprogramm steht dagegen jedem Wohnungsbau offen, unabhängig von der Anzahl der Wohnungen. Auch hier sei die maximale Kreditsumme auf 50 000 beziehungsweise 100 000 Euro je Wohneinheit beschränkt. Bei Mehrfamilienhäusern ist damit die energetische Sanierung in der Regel komplett über dieses Programm finanzierbar. Und das zu den sehr günstigen Zinsen von effektiv 0,75 Prozent. „Zusätzlich erhält der Kreditnehmer noch einen Tilgungszuschuss bis zu 27,5 Prozent. Die Einsparungen gegenüber einem üblichen Hausbankkredit sind dabei schnell im relevanten fünfstelligen Bereich“, rechnet der Energieberater vor.

Weitere Auskünfte zum Thema gibt es kostenlos per Telefon  (08 00) 8 09 80 24 00. Dort können auch
Termine zur persönlichen Beratung in einem der 18 Büros im Saarland vereinbart werden. Weitere Informationen zu Energiesparthemen im Netz: www.verbraucherzentrale-saarland.de.