1. Saarland
  2. St. Wendel
  3. St. Wendel

Förderprogramme sollen alte Ölheizungen außer Betrieb nehmen

Wechsel zu Erneuerbaren Energien : Beim Heizungsaustausch gibt es satte Zuschüsse

Bundesregierung hat Anreize geschaffen. Verbraucherzentrale des Saarlandes gibt Tipps. Derzeit keine Sprechstunden.

Die Bundesregierung hat neue Anreize geschaffen: Durch besonders hohe Fördermittel werden die Bürger unterstützt, die vorzeitig ihre alte Ölheizung außer Betrieb nehmen und durch eine klimafreundliche Variante ersetzen, erklärt Cathrin Becker, Energieberaterin der Verbraucherzentrale im Saarland. Der Austausch einer alten Ölheizung gegen eine Heizung mit erneuerbaren Energien, zum Beispiel eine Pellet-Heizung, werde mit 45 Prozent bezuschusst. Auch wer keine Ölheizung habe, bekomme bei vollständiger Umstellung auf erneuerbare Energie mit 35 Prozent einen hohen Zuschuss, sagt die Expertin weiter.

Wer auf eine Gasheizung in Kombination mit erneuerbaren Energien (zum Beispiel mit Solar-Kollektoren) umsteige, bekomme für diese sogenannte Gas-Hybridheizung einen Zuschuss von 30 Prozent der Kosten. So werde ein erheblicher Teil der Mehrinvestition für die Solar-Kollektoren durch den Zuschuss finanziert, erläutert Becker. Auch bei der Gas-Hybridheizung erhalten diejenigen, die bisher eine Ölheizung haben, zusätzlich zehn Prozent Ölaustauschbonus.

Wer nachträglich Wärmedämmung in Außenwände oder Dach einbaue oder sein Haus mit neuen Fenstern oder Haustüren ausstatte, erhalte jetzt mit 20 Prozent doppelte Zuschüsse. Bis zu 40 Prozent betrage die Förderung für die Komplettsanierungen als sogenanntes Effizienzhaus.

„Wer die Fördermittel beanspruchen will, muss in der Regel anspruchsvollere Sanierungsmaßnahmen umsetzen, als die gesetzlichen Mindestanforderungen verlangen. Trotz der damit verbundenen höheren Investitionskosten ist das empfehlenswert“, rät Energieberaterin Becker. Langfristig würden nämlich mehr Heizkosten eingespart und klimafreundlicher geheizt. „Eigenheimbesitzer, die sich für die Fördermittel interessieren, sollten sich vor einer Entscheidung zunächst anbieterunabhängig beraten lassen, etwa zu der Frage, welche Heizung überhaupt geeignet ist oder welche zusätzlichen Maßnahmen sinnvoll sind“, empfiehlt Becker.

Beratung  bietet die Verbraucherzentrale an, derzeit wegen der Corona-Krise allerdings nicht in persönlichen Beratungsgesprächen. Mehr Informationen gibt es im Internet oder kostenfrei unter der Telefonnummer (08 00)  8 09 80 24 00. Alternativ ist auch eine Rückrufberatung durch einen Energie-Experten der Verbraucherzentrale  möglich. Anmeldung zur Rückrufberatung: Telefon (06 81) 5 00 89 15.

www.verbraucherzentrale-energieberatung.de