Einsatz: Flammen fressen sich durchs Erdgeschoss

Einsatz : Flammen fressen sich durchs Erdgeschoss

„Die Flammen sind schon aus den Fenstern geschlagen.“ So beschreibt St. Wendels Vize-Wehrführer Stefan Grevener die Situation am Unglücksort, als er und seine Kollegen dort am Dienstagmorgen eingetroffen sind.

Gegen 8.30 Uhr war der Alarm bei der Feuerwehr eingegangen. Es brannte in einem Mehrfamilienhaus in der Völklinger Straße in St. Wendel. „Im ersten Moment war unklar, ob sich noch Personen im Gebäude befinden“, berichtet Grevener. Kurz darauf konnte Entwarnung gegeben werden. Laut Polizei hatten sich die beiden Bewohner, die im Haus waren, als das Feuer ausbrach, rechtzeitig ins Freie gerettet. Die 53-jährige Ehefrau des Hausbesitzers und deren 25-jährige Tochter wurden lediglich durch das Einatmen der Rauchgase leicht verletzt. Wie die Polizei weiter berichtet, wurden angrenzende Anwesen evakuiert. Zum einen wegen der Intensität des Brandes. Zum anderen weil es den Hinweis gab, dass sich „berechtigterweise gelagerte Explosionsstoffe“, wie die Polizei es formuliert, im Haus befanden. Zufahrtsstraßen zum Wohngebiet wurden teils gesperrt.

Rasch hatten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle. Wie Grevener berichtet, wurde eine Katze vermisst. Den Stubentiger entdeckten die Helfer nicht im Gebäude. Wie sich später herausstellte, war das Tier weggelaufen, wurde aber inzwischen bereits wieder gesichtet.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei geriet zunächst die Erdgeschosswohnung in Brand. Dann breitete sich das Feuer auf das gesamte Stockwerk aus und griff auf die Außenfassade über. Die Einliegerwohnung in dem Zwei-Parteien-Haus ist laut Grevener komplett ausgebrannt. Inwieweit die Wohnung darüber bewohnbar bleibt, müsse laut Polizei noch beurteilt werden. Auch die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Den Schaden konnte die Polizei aktuell noch nicht beziffern.

Ein unmittelbar vor dem Haus parkendes Auto wurde ebenfalls von den Flammen in Mitleidenschaft gezogen, so Grevener. Zirka 50 Feuerwehrleute waren vor Ort, die letzten verließen nach drei Stunden die Unglücksstelle.

Im Einsatz waren die Löschbezirke St. Wendel-Kernstadt, Urweiler, Oberlinxweiler sowie der Einsatzleitwagen aus Haupersweiler