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Figurentheater trifft auf Schauspielelemente

Figurentheater trifft auf Schauspielelemente

Bucklige Gestalten und tapfere Helden: Die 19. St. Wendeler Figurentheatertage lockten wieder Jung und Alt zur Bühne im Mia-Münster-Haus. Die Theater Knuth und Con Cuore verbanden in ihren Geschichten hölzerne Figuren mit lebendigen Schauspielelementen.

"Achtung, hinter dir!", kreischten die Kinder. Räuber Knubbelbumms versteckte sich hinter den Bäumen im Sherwood Forest. Der Fiesling hatte die arme Großmutter entführt und gefesselt. Nun lauerte er Robin Hut auf, der zur Rettung heran eilte. Doch mit einer geschickten List überwältigte Robin Hut den Schergen; mit Hilfe der jungen Zuschauer rettete er den Tag.

Zwischen den Akten trat Andreas Kilger, Leiter des Theaters Knuth (Kilgers nutzloses unsinniges Theater), als Minnesänger gewandet vor sein altböhmisches Puppentheater und erzählte in Begleitung der Mandoline die Geschichte um Robin Hut, der den Reichen stiehlt, um den Armen zu helfen. Gemeinsam mit Ehefrau Franka tourt der Puppenspieler aus Dillingen an der Donau seit elf Jahren durch das Land. Kilger: "Wir widmen uns dem klassischen Figurentheater und kombinieren es mit Schauspiel vor der Bühne." Bei den 19. St. Wendeler Figurentheatertagen führte er neben "Robin Hut" auch "Käpten Knitterbarts Schatzsuche" im Mia-Münster-Haus auf.

Für Jugendliche und Erwachsene führte das Theater Con Cuore "Notre Dame", ein Traumspiel nach Victor Hugos "Der Glöckner von Notre Dame", auf. Vor den Toren Notre Dames träumten sich eine junge Zigeunerin und ein einsamer Priester während einer nur Sekunden dauernden Sonnenfinsternis in die Zeit vor 500 Jahren zurück. Das Stück mit Menschen und Figuren erzählte eine Geschichte von Liebe und Tod, dem Glöckner, den niemand liebt und einer Frau, die nur für die Liebe geschaffen scheint.