Feuerwehr probte den Ernstfall

Am Montagabend sind 25 Feuerwehrleute des Löschbezirks St. Wendel Kernstadt zu einer Übung ausgerückt. Die Brandmeldeanlage im Wohnbereich der Stiftung Hospital wurde ausgelöst. Die Menschenrettung mittels der Drehleiter aus dem Gefahrenbereich und die Bekämpfung eines Schwelbrands standen auf dem Übungsplan.

Vor ein paar Monaten musste die Feuerwehr einen Brand in einer Küche der St. Wendeler Stiftung Hospital bekämpfen. Im Nachgang haben Betreiber und Feuerwehrleute besprochen, wie ein Realeinsatz zu optimieren sei und dafür eine Übung terminiert. "Dabei geht es insgesamt um den Aufbau und Verbesserung des Einsatzes", erklärt Feuerwehrsprecher Dirk Schäfer.

Ohne Blaulicht fahren zwei Fahrzeuge des Löschbezirks St. Wendel Kernstadt zum vom Brandschutzbeauftragten der Stiftung Hospital, Ralf Freude, und Übungsleiter Bernd Munkes (Löschbezirk St. Wendel Kernstadt) inszenierten Trainingsort. Die Schranken des Innenhofs am Hospital sind bereits mit dem Auslösen der Brandmeldeanlage geöffnet worden. Der Atemschutztrupp geht zur Erkundung in die Gebäude des Wohnbereichs, parallel dazu läuft der Löschangriff. Nach wenigen Minuten wird vermeldet, dass die Etage völlig verqualmt und eine Person noch vermisst sei. Die Person muss über der die Drehleiter aus dem Gefahrenbereich gebracht werden.

"In drei räumlich geteilten Wohnbereichen leben 200 Menschen, die im Ernstfall evakuiert werden müssen", berichtet Jörg Henzmann, Personalchef der Stiftung Hospital. 20 Mitarbeiter könnten im Alarmfall bei einer Evakuierung hinzugezogen werden. "Deshalb ist eine solche Übung für uns auch sinnvoll, denn wir sehen, was wir auch von unserer Seite aus verbessern können", meint Henzmann.

Derweil ist die Drehleiter ausgefahren und zwei Wehrleute besteigen das Flachdach und können so durch das Öffnen einer Fluchttür eine fiktive Person aus dem Gebäude retten. "Wichtig ist, dass man in vorbildlicher Weise auf einen Realbrand reagiert, eventuelle Schwachpunkte aufdeckt und Betreiber und Feuerwehr gemeinsam den vorbeugenden Brandschutz zum Wohl der Bewohner optimiert", so Schäfer. Dies solle möglichst nach ähnlichen Einsätzen geschehen.