Feuerwehr Kernstadt zieht Bilanz

Löschbezirk leistet über die Hälfte des Einsatzaufkommens der Stadt St. Wendel.

Der Löschbezirk Kernstadt der Freiwilligen Feuerwehr St. Wendel hat kürzlich seine Feuerwehrversammlung in den Räumen des Gerätehauses abgehalten.

Brandinspekteur Dirk Schmidt, Stadtwehrführer Rüdiger Cullmann sowie der Beigeordnete der Stadt St. Wendel, Gerhard Weiand, dankten den Feuerwehrangehörigen für ihren Einsatz im zurückliegenden Jahr und sprachen ihre Anerkennung für die geleisteten Einsätze aus.

Der Löschbezirk Kernstadt rückte 2016 zu insgesamt 170 Einsätzen aus, was über die Hälfte des Einsatzaufkommens der Stadt St. Wendel darstellt. Dabei wurden 16 Menschen gerettet und zwei Personen tot geborgen. Die ehrenamtlichen Helfer leisteten insgesamt 2357,5 Stunden - zusätzlich zu Übungen und Brandsicherheitswachen. Wie jedes Jahr beteiligte sich der Löschbezirk zudem am Marathon sowie mit einem Motivwagen am Faschingsumzug in der Altstadt. Mit einem Personalstand von 88 Mitgliedern zum Jahresende (57 Aktive, Jugendfeuerwehr zwölf und Altersabteilung 19 Mitglieder) stellt der Löschbezirk Kernstadt zugleich auch die personalstärkste Einheit der Stadt dar.

Trotz dieser relativ guten personellen Situation zog Löschbezirksführer Jochen Willmann eine durchaus kritische Bilanz: Gerade zur Tageszeit, wenn viele Angehörige des Löschbezirks an ihrem Arbeitsplatz gebunden sind, falle es den Helfern zunehmend schwer, die vorgegebenen Hilfsfristen einzuhalten und mit dem erforderlichen Gerät vor Ort zu sein.

Die Einsatzabteilung trifft sich jeden Montag um 19 Uhr zu ihren Übungen. Interessierte sind laut Feuerwehr jederzeit willkommen. Die Jugendfeuerwehrübung findet demnach immer dienstags um 17.45 Uhr statt. Zudem weist der Löschbezirk jetzt schon auf seinen Tag der offenen Tür am 22. Mai hin.