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Feuer speiende Ungetüme machen richtig Lust aufs Lesen

Feuer speiende Ungetüme machen richtig Lust aufs Lesen

St. Wendel. "Irgendwie hat mich das sehr gefreut", berichtete die Buchhändlerin Heike Klein von Buch & Media in St. Wendel. "Lehrer, Eltern und Schüler der Erweiterten Realschule Namborn-Oberthal waren beim Bücherkauf von der Beratung und dem angenehmen Klima in unserer Buchhandlung so angetan, dass sie eine intensivere Zusammenarbeit anstrebten

St. Wendel. "Irgendwie hat mich das sehr gefreut", berichtete die Buchhändlerin Heike Klein von Buch & Media in St. Wendel. "Lehrer, Eltern und Schüler der Erweiterten Realschule Namborn-Oberthal waren beim Bücherkauf von der Beratung und dem angenehmen Klima in unserer Buchhandlung so angetan, dass sie eine intensivere Zusammenarbeit anstrebten." Es kam ein Stein ins Rollen. 2006 erwarb die Schule zum ersten Mal für mehrere hundert Euro neue Bücher für ihre Schulbibliothek. "Ich habe diese Bände aber nicht nur ausgesucht und empfohlen, sondern sie in der Schule bei Leseveranstaltungen auch selbst vorgestellt", berichtete die Buchhändlerin. Mit großer Aufmerksamkeit hätten die Kinder diese Lesungen verfolgt. Sie seien für die Jungen und Mädchen die beste Anregung gewesen, sich danach den einen oder anderen neuen Band gleich einmal auszuleihen.In den beiden folgenden Jahren festigte sich die Zusammenarbeit zwischen der Schule und Buch & Media. Die Schule ergänzte aus Mitteln ihres Etats die Bücherei weiter. Der dritte Band des Fantasy-Thrillers "Eragon" von Christopher Paolini, der kürzlich neu auf den Buchmarkt kam, gab das Signal für eine zusätzliche Aktion. Aus dem Buch wählten die Elfjährigen zunächst den Drachen als Motiv aus. In vielen Werkunterrichtsstunden gestalteten sie dann diese Feuer speienden Ungetüme, vielfach als Plastiken aus Papier, Pappe und Holz, oder auch gezeichnet und gemalt. Dabei machten sogar die Eltern mit. Was an kunstvollen Arbeiten herauskam, ist derzeit in einem der im Parterre liegenden Schaufenster von Buch & Media in der St. Wendeler Bahnhofstraße zu sehen. Hintergrund für diese Präsentation ist es, schulische Arbeit öffentlich zu zeigen und eine Verbindung zwischen Schule und Arbeitswelt herzustellen. Und für die Kinder die Arbeiten zu einer Verbindung zwischen dem künstlerischen Gestalten und dem Lesen geworden. "Ich möchte auch weiterhin mit dieser Schule zusammenarbeiten", sagte Heike Klein gegenüber der Saarbrücker Zeitung. "Nicht nur in Sachen Bücher, sondern auch im künstlerischen Schaffen." Wenn voraussichtlich im Januar des kommenden Jahres die Drachen aus dem Schaufenster verschwunden sind, werden die Besucher der Passage schon bald über ein ganz neues Thema staunen können, das den Namborner und Oberthaler Schülern eingefallen ist. gtr