Festumzug zur 675- Jahr-Feier in Hoof

Kostenpflichtiger Inhalt: Umzug zur 675-Jahr-Feier von Hoof : Mit Musik, Schaum und in feschen Dirndln

300 Teilnehmer beteiligten sich an dem Hoofer Festumzug. Die Organisatoren zeigten sich rundum zufrieden.

Es war ein herrlicher Spätsommertag. Doch plötzlich lag eine weiße, fluffige Masse auf der Straße. Nein, das war selbstredend kein Schnee, sondern Schaum. Der wurde aus einer Kanone im Hoofer Festumzug geschossen. 20 Gruppen und Wagen mit rund 300 Teilnehmern zogen anlässlich der 675-Jahr-Feier durch das Ostertal-Dorf.

Angeführt wurde der Umzug von einem Fahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), das neben der örtlichen Feuerwehr für die Sicherung und Absperrung der Strecke zuständig war. Nach dem Blechhaufen – eine Blechbläser-Gruppe aus Ottweiler – fuhren Ortsvorsteher Gernot Müller und sein Stellvertreter Ralf Cloß in einer offenen Kutsche durch die Hoofer Feststraße. Die Damen vom Bistro-Team und die Mitarbeiter des „Kleinen Bauhofes“ waren ebenfalls vertreten. Der Turnverein St. Wendel hatte seine Showtanzgruppe mit Kindern und Jugendlichen geschickt, die am Sonntagnachmittag zudem Teil des Unterhaltungsprogramms war. Der SV Hoof war mit einem Getränkewagen dabei. Lukas Fuchs’ Ranch, die Eseltrekking anbietet, bereicherte den Festzug mit seinen Tieren. Die DRK-Ortsgruppe war mit einem Verpflegungswagen und einer Fußgruppe, die Currywurst in ökologisch korrekten Schälchen verteilte, genau so mit dabei wie die Koch-Hölle. Der einheimische Partyservice servierte eine Kostprobe seiner Kochkunst in Form von Pulled Pork in selbstgebackenen Hörnchen. Diese wurden den Zuschauern stilecht von Teufelinnen dargeboten. Ewald Linn, einer der zahlreichen Menschen, die die Strecke säumten, lobte dann auch besonders die kulinarischen Köstlichkeiten, die die Teilnehmer kredenzt hatten.

Auch verdursten musste niemand. So gab es unter anderem Altbier, das die Gruppe der „Altbier Mäd“ verteilte. Tanja Ritter erklärte dann auch, wie es zu der Namesgebung und der Vorliebe für Altbier gekommen war: „Wir feiern jedes Jahr unser traditionelles Altbierfest, das daraus entstand, dass eine unserer ersten gemeinsamen Fahrten nach Düsseldorf ging. Nach wie vor unternehmen wir jährlich einen mehrtägigen Ausflug und machen damit unseren Männern vom Sportverein Konkurrenz.“ Die Unterhaltungsgruppe (UHG) Hoof verarztete nicht nur die Zuschauer mit Likör aus Spritzen. Sie stellte auch die größte Gruppe und präsentierte ihre verschiedenen Sparten, zum Beispiel Tänzer und Theater. Der Hobbyfußballverein Torpedo Hoof fuhr mit einem Wagen beim Umzug mit und hinterließ eine Spur aus farbenfrohem Bengalo-Nebel. Zahlreiche  Gruppen aus den Nachbardörfern verstärkten den Umzug: die Dorfgemeinschaft Marth, der Musikverein Hoof/Saal, der Freizeitclub Saal, Eintracht Emmerich aus Osterbrücken, die Landfrauen Mittleres Ostertal und Mithras Schwarzerden sowie Roter Stern Bubach. Der begeisterte Ortsvorsteher Gernot Müller dazu: „Wir freuen uns, dass auch die umliegenden Dörfer mitgemacht haben.“ Besonders auffällig war der Wagen von Eintracht Emmerich aus Osterbrücken, der während der Fahrt eingangs erwähnten Schaum versprühte.

St. Wendels Bürgermeister Peter Klär (CDU), der ebenfalls unter den Zuschauern weilte, war von dem Festzug sehr angetan: „Es ist wichtig, dass die kleinen Dörfer ihre Traditionen bewahren und sich gegenseitig unterstützen. Toll, was hier mit geringen finanziellen Mitteln auf die Beine gestellt wurde.“ Auch Organisator Mark Ritter war sehr zufrieden mit dem Ablauf der Veranstaltung: „Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern, vor allem aber bei der Feuerwehr und beim DRK-Ortsverein, die den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung garantierten. Es hat alles hervorragend geklappt und es war schön zu sehen, wie das ganze Dorf zusammengearbeitet und zusammengehalten hat, um das Gelingen dieses Umzuges zu ermöglichen.“

Die Tanzmädels der UHG-Hoof präsentierten sich in feschen Dirndln. Das passte, denn neben der 675-Jahr-Feier wurde auch die zweite Heemer Wiesn veranstaltet. Foto: B&K/Bonenberger/
Silke Wagner von der Koch-Hölle servierte als Teufelchen Pulled Pork – im Teufels-Hörnchen. Foto: Jennifer Fell

Vor dem Umzug nutzten viele Besucher die Gelegenheit, die alte Dorfschmiede zu besichtigen, die erstmals nach langen Jahren wieder der Öffentlichkeit zugänglich war.

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