Royaler Besuch in St. Wendel : Herzogin Fergie auf den Spuren von Herzogin Luise

Nun ist er also doch noch gekommen, der royale Besuch anlässlich der St. Wendeler Veranstaltungsreihe zu Ehren Herzogin Luises, die von 1824 bis 1831 in der Kreisstadt lebte. Bürgermeister Peter Klär hatte die Königin von England in einen Brief dazu einladen. Selbst nach der Absage der Queen gab er die Hoffnung auf royalen Besuch nie auf.

Ein schwarzer Kleinbus fährt am Montagmorgen vor dem Restaurant Luise in St. Wendel vor. Kameras gehen in Position. Denn es sitzt ein ganz besonderer Gast auf der Rückbank: Es ist Herzogin von York, mit bürgerlichem Namen Sarah Ferguson. Die rothaarige Engländerin reist gerade für Dreharbeiten für eine Dokumentation durch Deutschland. Sie wandelt auf den Spuren von Herzogin Luise, der Stammmutter der Windsors. Von 1824 bis 1831 lebte diese in St. Wendel.

Als Sarah Ferguson, genannt Fergie, an der Seite von St. Wendels Bürgermeister Peter Klär (CDU) durch die Fußgängerzone schlendert, ist sie sehr interessiert, stellt viele Fragen zur Stadt. Freundlich lächelt sie winkenden Passanten zu, steht für Selfies bereit. Eben ganz nahbar.

„Ich bin beeindruckt von der Coolness der Herzogin“, schwärmt Klär. Ihm war es wichtig, dass sie die Stadt authentisch erlebt. Nichts wurde inszeniert. Alleine die Stopps laufen nach Drehbuch des ZDFs ab, wobei Fergie sich auch unterwegs mal spontan Zeit nimmt.

Zum Beispiel für die drei Mädchen Marie, Stella und Leonie. Letztere ist riesiger Royals-Fan. Damit sie Fergie an diesem Morgen treffen kann, wurde sie extra von der Schule befreit. Die Neunjährige ist total aufgeregt, hat mit ihrer kleinen Schwester Marie und Freundin Stella ein Plakat gebastelt. Ohne zu zögern, geht die Herzogin auf die Drei zu, redet mit ihnen, schenkt ihnen edel bestickte Taschentücher. Vor Freude laufen Tränen über Leonies Wangen. „Das ist der schönste Tag meines Lebens“, ruft sie und kann schon wieder lächeln.

Im alten Rathaus, jenem Raum, in dem Luise einst lebte, trägt sich Fergie ins Goldene Buch der Stadt ein. Hier ist auch der Moment für Geschenke gekommen. Künstler Gerd Bannuscher hat ein Porträt von Sarah Ferguson gemalt. Dieses enthüllt er feierlich und die Herzogin schenkt es der Stadt St. Wendel. Dann ist Peter Klär an der Reihe: Er überreicht dem Gast aus England das Modell von der Luise-Statue, die vor dem Rathaus steht. Ein emotionaler Moment. Die Herzogin umarmt spontan den Bürgermeister. Dann drückt sie die Statue an sich und sagt: „Zusammen sind wir stark.“

Das Schicksal Luises interessiert die Herzogin von York sehr. Daher begibt sie sich auf diese Spurensuche. Für sie ist Luise „eine wahre Heldin“.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fergie unterwegs in St. Wendel