Erster Schnee: Auto donnert in Wohnhaus

Erster Schnee: Auto donnert in Wohnhaus

Beim spektakulärsten Unfall des Wintereinbruchs in der Nacht auf Mittwoch hat sich ein Autofahrer in Eiweiler verletzt. Am längsten wirkte sich ein Zwischenfall auf glatter Fahrbahn bei Freisen aus.

Schneetreiben in Tholey. Die Straßen waren von einem dichten Teppich bedeckt. Leserfoto: Volker Peter.
Winterlandschaft in Bosen. Im Dunkeln vom Licht im Teich aus angestrahlt. Leserfoto: Claudia Marx.
Bahnspur im Schnee bei Baltersweiler. Leserfoto: Nathalie Kautny.

Ein Verkehrschaos ist ausgeblieben, dennoch hat der erste nennenswerte Schneefall in dieser Saison einige Autofahrer kalt erwischt. So meldeten die Polizeidienststellen in St. Wendel und Türkismühle zahlreiche glättebedingte Unfälle aus der der Region. Davon waren demnach nicht nur die Höhenlagen zwischen Dienstagabend und Mittwochvormittag betroffen. Erste Alarmmeldungen gingen gegen 21 Uhr ein.

Die langwierigste Straßensperre gab es auf der A 62 nahe Freisen in Richtung Trier. Dort hatte es einen Brummifahrer aus den Niederlanden getroffen. Gegen 21.45 Uhr begann sein Lastwagen zu rutschen. Der Auflieger stellte sich quer zur Fahrbahn und war danach manövrierunfähig. Sofort riegelten Polizisten die Strecke ab und leiteten den Verkehr über Freisen um.

Doch es sollte nicht bei diesem Zwischenfall bleiben. Denn eine Trierin, die zum gleichen Zeitpunkt auf der Autobahn in selber Richtung unterwegs war, nahm die Unfallstelle zu spät wahr. Die 26-Jährige trat zwar noch auf die Bremse, aber ihr Wagen rutschte über die schneebedeckte Piste - auf eine Funkstreife. An beiden Fahrzeugen entstand Blechschaden, niemand wurde verletzt. Die Frau konnte ebenso wie die Beamten mit den Autos weiterfahren. Anders der Lastwagen. Bis 7 Uhr blieb die A 62 an der Passage dicht. Nur mithilfe eines Abschleppunternehmens wurde sie wieder frei.

Ebenso erging es einem Nohfelder, der um kurz nach 22 Uhr am Dienstag in Eiweiler auf abschüssiger Strecke die Kontrolle über seinen Wagen verlor. Er prallte frontal gegen eine Hauswand, die er durchbrach. Technisches Hilfswerk (THW) sowie örtliche Feuerwehr waren über zwei Stunden damit beschäftigt, das Haus zu sichern. Die Bewohner mussten es nicht verlassen. Der Unfallfahrer (33)wurde leicht verletzt.

Weitere Unfälle, die ohne Blessuren ausgingen, ereigneten sich unter anderem auf der L 134 zwischen Selbach und Primstal, ebenfalls am Dienstag, gegen 21 Uhr. Hier rutschte ein Auto in den Graben. Ähnliches Malheur zu gleicher Zeit in Wolfersweiler auf der B 41, wiederum auf der A 62 bei Freisen sowie an der dortigen Auffahrt und um kurz nach Mitternacht auf der A-1-Löstertalbrücke, wo ein Auto in Richtung Trier gegen die Leitplanke driftete. Der Schaden war so gering, dass der Fahrer weiterfahren konnte.

Am frühen Mittwochmorgen musste die Polizei abermals nach Eiweiler ausrücken. Dortrutschte ein 26-Jähriger mit seinem Wagen um 5.15 Uhr gegen einen Telefonverteilerkasten. Um 8.20 Uhr ging kurzzeitig auf der L 329 zwischen Kastel und Buweiler (Kasteler Berg) nichts mehr, weil ein Laster die Straße blockierte.

Auch in den beiden St. Wendeler Stadtteilen Niederlinxweiler und Niederkirchen kamen Fahrer vom Weg ab und landeten mit ihrem Gefährt im Graben.

Viele Bilder und Hinweise zur winterlichen Situation im St. Wendeler Land erreichten die redaktion über die lokale Internetseite der Saarbrücker Zeitung. Hier sind weitere Bilder zu finden. Das Angebot ist kostenlos.

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