Erst mal 8000 Euro für St. Wendeler Tafel

Erst mal 8000 Euro für St. Wendeler Tafel

Wenn's nach der SPD gegangen wäre, hätte es aus der Stadtkasse auf Dauer jährlich eine fünfstellige Summe für den Betreiber der St. Wendeler Tafel gegeben. Da müsse sich doch noch ein Budget finden lassen, war Fraktionschef Torsten Lang überzeugt. Doch die CDU als Mehrheitsfraktion im Stadtrat setzte durch, wegen der aus ihrer Sicht angespannten Finanzlage von Jahr zu Jahr erneut zu entscheiden, wie es Florian Gillen formulierte. Und statt der fünfstelligen es in diesem Jahr vorerst bei 8000 Euro Zuschuss für Miete und Beschäftigte zu belassen.

Nach eigenen Angaben trage der Caritas-Verband Schaumberg-Blies mehr als 50 000 Euro pro Jahr zur Tafel bei. Dabei handelt es sich um die Betriebskosten. Denn die an Bedürftige zu verteilenden Lebensmittelspenden stammen ausschließlich von Geschäftsleuten.

Während der Ratssitzung übte die Fraktionsgemeinschaft Soziale Politik und Ökologie (Die Linke/Bündnis 90 - Die Grünen) herbe Kritik an der Sozialpolitik auf Bundesebene. Erst die verfehlte Sozialgesetzgebung hin zu Hartz IV habe zur "Verarmung weiter Teile der Bevölkerung" geführt. schlussfolgerte Werner Schmitt (Linke). Torsten Lang entgegnete: "Wir sollten keine sozialpolitische Debatte der letzten zehn Jahre führen." Lieber sollte der findige Kämmerer in einem Statdthaushalt von mehr als 40 Millionen Euro Jahresbudget einen Posten für dauerhafte Zuschüsse für die Tafel finden. Bürgermeister Peter Klär (CDU) konterte mit dem Blick auf den Sanierungshaushalt: "Der Kämmerer ist findig, aber ob er fündig wird." Florian Gillen schob indes dem Unionsantrag hinterher, dass der Rathauschef bei den anderen Gemeinden im Landkreis St. Wendel ebenfalls für Tafel-Zuschüsse werben soll. Denn Zahlen bewiesen, dass auch Bedürftige aus anderen Kommunen die Hilfe nutzten.