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Eröffnung der Ausstellung „Gurs 1940“ virtuell in St. Wendel

8. April fällt der Startschuss im Landkreis St. Wendel : Eröffnung der überregionalen Ausstellung „Gurs 1940“

Am 22. Oktober 1940 wurden 6500 Juden aus Baden, der Pfalz und dem Saarland in das französische Internierungslager Gurs am Rand der Pyrenäen deportiert.

Aus dem Saarland wurden an diesem Tag 134 Menschen verschleppt. Daran erinnert eine Sprecherin der Landeszentrale für politische Bildung des Saarlandes. In der Ausstellung „Gurs 1940“ wird dieses Ereignis und seine Hintergründe aus überregionaler Perspektive dokumentiert. Sie eröffnet am 8. April, am Tag des israelischen Nationalfeiertages und Gedenktages für die Opfer der Shoa „Jom haScho’a“, auf Landesebene und steht darüber hinaus allen Interessierten im Internet unter www.gurs1940.de zur Verfügung. Digitale Eröffnungen der Ausstellung finden am 8. April im Regionalverband Saarbrücken und im Landkreis St. Wendel statt.

Erstellt wurde die Ausstellung von der Berliner Bildungs- und Gedenkstätte „Haus der Wannsee-Konferenz“ im Auftrag der Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie der Arbeitsgemeinschaft badischer Städte und des Bezirksverbands Pfalz zur Unterhaltung und Pflege des Deportiertenfriedhofs in Gurs. Das Ausstellungsprojekt wird vom Auswärtigen Amt unterstützt und steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD)

„Die Schicksale der in Gurs internierten Menschen berichten von Emigration und Deportation, vom Leben und Überleben, aber auch vom Tod. Die Geschichte des Lagers Gurs ist ein elementarer Bestandteil der Geschichte des NS-Regimes in unserem Bundesland“, sagt die saarländische Bildungs-Ministerin Christine Streichert-Clivot (SPD). Die Ausstellung der Bildungs- und Gedenkstätte ergänze mit ihrem überregionalen Blickwinkel auf wertvolle Weise die vorhandenen Forschungsergebnisse und Vermittlungsangebote im Saarland, wie sie auf der Internetplattform der Landeszentrale für politische Bildung www.gurs.saarland zusammengetragen werden.

Die Landeszentrale für politische Bildung des Saarlandes hat im Auftrag von Ministerin Streichert-Clivot von der Ausstellung sechs Ausführungen im Format DIN A1 anfertigen lassen. Diese werden jeweils den fünf saarländischen Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken für den dauerhaften flexiblen Gebrauch kostenlos überlassen, erläutert die Sprecherin.

Die digitale Eröffnung im Landkreis St. Wendel am Donnerstag gestalten Videobotschaften der Bildungs-Ministerin Streichert-Clivot, des St. Wendeler Landrats Udo Recktenwald (CDU), sowie ein Vortrag des Historikers Dieter Wolfanger. Zudem erfolgt laut Sprecherin eine Videoaufzeichnung eines Konzertes des Musikers Jürgen Brill mit seiner Band in der Ausstellung. Die Videos sind ab dem 8. April verfügbar auf dem Youtube-Kanal und der Facebook-Seite des Landkreises St. Wendel: https://www.youtube.com/channel/UCF9sq51TlbaRMWx9ePIRzog

Anschließend ist die Ausstellung „Gurs 1940“ im Landkreis St. Wendel in der evangelischen Stadtkirche St. Wendel, Beethovenstraße 1, bis zum 25. April zu sehen.

Wer die Ausstellung besuchen möchte, wird um telefonische Anmeldung gebeten: Tel. (0 68 51) 25 00.