Ernüchterung zum Saisonauftakt

Bliesen. "Das lief nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Absolut gar nicht." Michael Schu, dem Trainer des TV Bliesen, ist die Ernüchterung nach der 0:3-Auftaktpleite in der Volleyball-Oberliga gegen den ASV Landau deutlich anzumerken. "Das war einfach kollektiv schlecht, was wir gespielt haben." Und zwar vom ersten Satz an

Bliesen. "Das lief nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Absolut gar nicht." Michael Schu, dem Trainer des TV Bliesen, ist die Ernüchterung nach der 0:3-Auftaktpleite in der Volleyball-Oberliga gegen den ASV Landau deutlich anzumerken. "Das war einfach kollektiv schlecht, was wir gespielt haben." Und zwar vom ersten Satz an. Bliesen war nervös, brachte die eigenen Aufschläge nicht gefährlich übers Netz und kam bei gegnerischem Ballbesitz nur selten zum Blocken. "Die Chemie auf dem Feld hat bei uns nicht gestimmt. Landau hat gute Aufschläge gemacht, wir konnten nicht unser Spiel aufziehen", erklärt Schu, der von seinen Schützlingen ein schnelles Spiel durch Mitte sehen wollte. "Aber das konnten wird nicht umsetzen." Stattdessen waren die Gäste am Drücker und zogen schnell auf 4:14 davon. Zwar kam Bliesen noch einmal heran (10:14), doch am Ende behielt der Regionalliga-Absteiger klar die Oberhand (25:14). Die anschließende Pause nutzte Schu, um seine Mannschaft noch einmal auf die Vorgaben einzuschwören: "Wir müssen die Aufschläge druckvoller hinbekommen und sie zu Fehlern zwingen", trichterte er seinen Spielern ein. Und tatsächlich setzte Bliesen die Vorgaben des Trainers nun um. Die Gäste hatte nun Probleme mit den Angaben des TVB. "Landau konnte nur noch über die Außen angreifen und somit nicht mehr den Druck ausüben, wie im ersten Satz", war Schu mit dem Gesehenen zufrieden. Wenngleich auch dieser Satz mit 23:25 an die Gäste ging, so war nun wenigstens wieder Hoffnung im Spiel. Doch wer nun dachte, dass Bliesen den Schwung des zweiten Satzes mit in den dritten nehmen würde, sah sich alsbald eines Besseren belehrt: Wie im ersten Durchgang kamen die Angaben nicht scharf übers Netz, war Landau insgesamt druckvoller, effizienter und gewann am Ende klar mit 25:16. "Ich weiß nicht, warum wir im dritten Satz nicht dort weitergemacht haben, wo wir im zweiten aufgehört hatten, sondern wieder so spielten, wie im ersten", grübelte Schu über die Gründe des schwachen Auftritts nach. "Die Mannschaft ist halt noch sehr jung", sagt er dann. "Und der erste Satz hat bei den Jungs Spuren hinterlassen. Als es im dritten Satz gleich nicht gut lief, kam wohl der Gedanke: Jetzt verlieren wir wieder so deutlich wie im ersten." Eine selbsterfüllende Prophezeiung. Nun werden erst einmal die Wunden geleckt, dann geht es im Training ans Aufarbeiten der Fehler. Sonderschichten wird es auch in Sachen Aufschlagtraining geben: "Wir haben die Bälle beim Aufschlag ja nur übers Netz geworfen, und der ASV konnte damit machen, was er wollte." Ob das Sondertraining was gebracht hat, wird sich am Sonntag zeigen: Dann muss der TVB im Saarlandpokal-Halbfinale zu Regionalligist SSG Schwarzenholz (14 Uhr).Die Damen des Oberligisten SSC Freisen unterlagen dem ASV Landau ebenfalls mit 0:3. (Bericht folgt)