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Empfang als Auftakt zum Wahlkampf

Empfang als Auftakt zum Wahlkampf

Das Bürgermeisteramt in der Stadt St. Wendel ist kein Erbhof der CDU, sagte der SPD-Bürgermeisterkandidat Torsten Lang. Mit 160 Parteifreunden feierte er den Neujahrsempfang der St. Wendeler Sozialdemokraten im Kulturzentrum Alsfassen.

Die Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz spricht aus Erfahrung: "Eine Bürgermeisterwahl steht und fällt mit der Persönlichkeit", behauptet die Gastrednerin beim Neujahrsempfang der St. Wendeler SPD im Kulturzentrum Alsfassen. Die Wähler in St. Wendeler haben, so meint der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Marc-André Müller, bei den zurückliegenden Wahlen nicht die CDU , sondern Klaus Bouillon gewählt. "Deshalb ist das Bürgermeisteramt kein Erbhof der CDU , auch wenn man so tut, als wäre alles geklärt, ist es nicht so", stellt der Bürgermeisterkandidat der Sozialdemokraten , Torsten Lang, fest. Er bräuchte sich hinter dem Ersten Beigeordneten und CDU-Kandidaten Peter Klär nicht zu verstecken. "Peter Klär hat sich mehr hinter Klaus Bouillon versteckt, anstatt St. Wendel mit Ideen voranzubringen. Ob das der Wunschkandidat der CDU ist?", so Lang fragend. Müller bringt gar eine gewisse Skepsis gegenüber Klär aus den eigenen Reihen ins Spiel. "Mit Stephan Kolling ist bereits über eine parteiinterne Gegenkandidatur spekuliert worden", lässt der SPD-Stadtverbandsvorsitzende durchblicken. Lang will sich für eine starke Stadt St. Wendel und lebendige Dörfer einsetzen und skizziert seine Ziele. "Alteingesessene Geschäfte in der Innenstadt haben mit Problemen zu kämpfen. Deshalb brauchen wir neue Ideen beim Stadtmarketing", erklärt der 41-Jährige.

Wichtig sei eine attraktive Achse, vom Tholeyer Berg, über das Bahnhofsumfeld bis zur Innenstadt zu gestalten. Beim derzeitigen Veranstaltungsprogramm macht Lang Abstriche. "Der Weihnachts- , der Ostermarkt und das Zauberfestival, sind jene Veranstaltungen, die den Geschäften etwas bringen", so Lang. Hingegen trage weder eine Rallye, die durch die Stadt führt, zum Umsatz bei noch ein Hindernislauf vor 100 Zuschauern, bei dem der Bauhof Überstunden schieben muss, wobei die Stunden für Tätigkeiten an einem anderen Ort hinterher fehlen würden.

Lang plädiert für mehr bezahlbaren Wohnraum für weniger betuchte Menschen im Bereich der City. "Zwei Drittel der St. Wendeler Bürger leben in den Stadtteilen", sagt Lang. Den Leerständen müsse entgegengewirkt und ein attraktives Wohnumfeld kreiert werden. Die einstige Vorreiterrolle für junge Familien, die sich in den Dorfkernen wohlfühlten, sei längst ausgedünnt. "Wir wollen Angebote für ältere Menschen und eine Infrastruktur für Vereine schaffen", appelliert Lang. Jedoch nicht wie im Falle des Hoofer Kulturzentrums. "Nach der fünften Einweihungsfeier ist das Kulturzentrum immer noch nicht fertiggestellt", bemängelt er. In elf der 16 Stadtteile steht ein SPD-Ortsvorsteher an der Spitze, dazu will Lang ab dem 16. März als Bürgermeister im Rathaus sitzen.