Empfänge sind wenig begehrt

Neues Jahr, Neujahrsempfänge: Das scheint im öffentlichen Leben untrennbar zusammenzugehören. Eine SZ-Umfrage lässt jedoch vermuten, dass sehr vielen die Empfänge nicht so wichtig sind.

Merzigs Bürgermeister Marcus Hoffeld hat Anfang dieses Jahres wissen lassen, dass die Kreisstadt ihren traditionellen Neujahrsempfang in der Stadthalle nur noch alle zwei Jahre ausrichten werde. So sollen Kosten gespart werden. Grund genug, um über das Umfrage-Center der Saarbrücker Zeitung ein Stimmungsbild einzufangen, was unsere Leser von Neujahrsempfängen im Allgemeinen und Hoffelds Idee im Besonderen halten. Beteiligt haben sich 383 Frauen und Männer aus den Landkreisen Merzig-Wadern, Saarlouis und St. Wendel .

Es ist wie üblich kein repräsentatives Ergebnis. Aber einige Tendenzen sind sehr deutlich: Zwei Drittel geben zum Beispiel an, keinen Neujahrsempfang zu besuchen (68 Prozent), nur ein Drittel (32 Prozent) geht hin. Von denen wollten wir wissen, bei welchem Gastgeber sie auf das neue Jahr anstoßen. 36 Prozent tun das bei Ort, Gemeinde oder Stadt, elf Prozent bei einer der Parteien und etwa ein Viertel (24 Prozent) beim Verein. 29 Prozent bei der Option "Sonstige" sind recht viele. Da werden berufliche Feiern - Arbeit, Firma, Dienststelle - genannt, aber auch Kirchen- oder Pfarrgemeinde sowie je einmal der Empfang der Ministerpräsidentin und die Gewerkschaft.

Und was halten die Teilnehmer von Hoffelds Vorschlag? Die Mehrzahl hält Neujahrsempfänge für verzichtbar. Das Geld könne an vielen Stellen besser eingesetzt werden. Nicht einmal jeder Zehnte (neun Prozent) meint, die Diskussion sei überflüssig, weil die Empfänge zur Kultur der Gesellschaft gehören, und es solle alles so bleiben, wie es ist.

Wer beim SZ-Umfrage-Center mitmachen will, muss sich nur einmalig registrieren. Die Teilnehmer werden mit Punkten belohnt, die in Einkaufsgutscheine umgewandelt werden können.

sz-umfrage.de