1. Saarland
  2. St. Wendel
  3. St. Wendel

Einsätze der St. Wendeler Feuerwehr am Wochenende

Einsätze der St. Wendeler Feuerwehr : Zwei Brände und ein Ölfilm auf der Blies

Arbeitsreich hat das Wochenende für die St. Wendeler Feuerwehr begonnen. Binnen 16 Stunden mussten die Helfer zu drei Einsätzen ausrücken.

Zwischen Corona-Auflagen und Kälte hat die St. Wendeler Feuerwehr am Wochenende gleich drei Einsätze innerhalb kurzer Zeit bewältigen müssen. Zwei Mal wurden die Helfer zu Bränden gerufen, einmal zu einer Umweltverschmutzung.

In der Nacht auf Samstag, kurz vor 1 Uhr, schrillten die Melder erstmals. Für die Feuerwehr ging es nach Leitersweiler zu dem Haus einer fünfköpfigen Familie. Wie ein Sprecher der Polizei berichtet, bemerkten zwei Kinder der Familie beim Spielen mit ihrer Konsole Rauch. Dieser ging von einem brennenden Gefrierschrank aus. „Gemeinsam mit den Eltern konnten sie nach einem kurzen eigenen Löschversuch die stark verrauchte Wohnung verlassen“, schildert der Sprecher. Anschließend kamen die Familienmitglieder mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus.

Feuerwehr rückt zu einem gemeldeten Brand in Remmesweiler aus. Im Dachgeschoss eines Hauses war Feuer ausgebrochen. Foto: Dirk Schäfer

Vor Ort übernahmen derweil die Profis die Löscharbeiten. „Von zwei Seiten wurde umgehend mit der Branderkundung und -bekämpfung im Inneren begonnen“, schildert Kreisbrandinspekteur Dirk Schäfer. Bereits gegen 1.30 Uhr war der Brand unter Kontrolle, eine weitere Stunde zogen sich die Nachlöscharbeiten hin. Mit Hochdrucklüftern wurde das Gebäude anschließend vom Rauch befreit. Gegen 3 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehr beendet. Laut Schäfer ist das Haus derzeit unbewohnbar. Auslöser des Brandes war nach Angaben der Ermittler ein technischer Defekt im Gefrierschrank.

Brand in einem Wohnhaus in Leitersweiler. Foto: Dirk Schäfer

Ein süßlicher Geruch, so schildert der Polizei-Sprecher, ließ am Samstagmittag, den Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Remmesweiler wach werden. Zu diesem Zeitpunkt habe sein Badezimmer im Dachgeschoss des Hauses bereits komplett gebrannt.

„Mit einem Pulverlöscher konnte der Bewohner das Feuer soweit eindämmen, dass einer raschen Ausbreitung der Flammen Einhalt geboten werden konnte“, sagt Brandinspekteur Schäfer. Er und ein weiterer Bewohner des Hauses seien durch eingeatmete Rauchgase verletzt worden. Sie wurden vor Ort behandelt, mussten nicht in die Klinik gebracht werden.

„Der Brand konnte rasch unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden“, so Schäfer. Mit der Wärmebildkamera kontrollierten die Feuerwehrleute mehrfach den Brandbereich auf mögliche Gutnester hin. Nach rund eineinhalb Stunden war der Einsatz beendet.

Die Polizei hat bereits einen ersten Verdacht, was die Brandursache betrifft. Schuld „war vermutlich eine unsachgemäß entsorgte Zigarettenkippe in einem Wäschekorb“, berichtet der Sprecher. Die Wohnung ist aktuell nicht bewohnbar. Kriminaldienst und Brandermittler des Landeskriminalsamts haben die weiteren Ermittlungen übernommen.

Etwa vier Stunden später ging am Samstagnachmittag gegen 16.45 Uhr, der nächste Alarm bei der Feuerwehr ein. Wie Dirk Schäfer berichtet, hatte ein Passant einen streng riechenden Schadstoff auf der Blies im Bereich des St. Wendeler Stadtparks wahrgenommen und die Leitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg verständigt.

„Es hatte sich ein Schmierfilm  auf der Blies gebildet, der sich in Richtung Oberlinxweiler hinzog“, schildert Schäfer. Die Feuerwehr überprüfte die Ausdehnung und informierte zusätzlich die Feuerwehr in Ottweiler über den Sachverhalt. Diese kontrollierte ihrerseits den Verlauf der Blies auf den Schadstoff hin. In ihrem Bereich sei nichts zu sehen gewesen.

„Um eine weitere Verschmutzung zu verhindern, wurden umgehend an verschiedenen Stellen Ölsperren aufgebracht“, berichtet der Brandinspekteur.  Bei der Verunreinigung handelt es sich um Heizöl. Wie der Polizei-Sprecher informiert,  gelangte dieses aus einem Kanal in die Blies. Der genaue Zulauf des Öls sei trotz umfangreicher Suche noch nicht festgestellt worden. Die Ermittlungen dauern an.

Die von der Feuerwehr installierten Ölsperren verbleiben derweil auf der Blies und werden regelmäßig geprüft. Neben Feuerwehr und Polizei waren auch Vertreter des Landesamts für Umwelt- und Arbeitsschutz vor Ort, um sich ein Bild über die Lage zu verschaffen.