Ein bisschen geschenkte Hoffnung

St. Wendel. Dass ein kleiner Schuhkarton Kindern so große Freude bringt, berührte Evelyne Reinhardt sehr. Sie war bei einer Verteilerreise in Bulgarien in der Roma-Siedlung Sredec dabei

St. Wendel. Dass ein kleiner Schuhkarton Kindern so große Freude bringt, berührte Evelyne Reinhardt sehr. Sie war bei einer Verteilerreise in Bulgarien in der Roma-Siedlung Sredec dabei. Dort warteten 15 Kinder in Eiseskälte in zu großen Schuhen ihrer Eltern oder sogar Badelatschen, ohne Strümpfe, Schals oder Handschuhe, aber sie strahlten, berichtet die Regionalleiterin von "Geschenke der Hoffnung".Seit 20 Jahren gibt es die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton". Träger ist das christliche Missions- und Hilfswerk Geschenke der Hoffnung in Berlin. Die Geschenke werden in Zusammenarbeit mit den örtlichen Kirchengemeinden verschiedener Konfessionen an bedürftige Kinder verteilt. Im vergangenen Jahr waren es nach Angaben des Vereines mehr als eine halbe Million Kartons, die gepackt wurden. Zurück nach Sredec in Bulgarien: Verteilt wurden dort die Schuhkartons von Haus zu Hütte. Die Helfer wurden von einem Vater eingeladen, einzutreten. Seine sechs Kinder begrüßten alle fröhlich. Die kleinste Tochter, zwei Jahre, war barfuß. Sie besaß keine Schuhe. Jedes Kind bekam ein Schuhkartongeschenk, und sie freuten sich über den Inhalt. Das kleine Mädchen freute sich am meisten, denn im Karton waren Schuhe. Jeder könne auch so ein kleines Wunder bewirken, indem er einen Schuhkarton (Maße etwa: 30 mal 20 mal zehn Zentimeter) packt, so die Initiatoren. Deckel und Boden müssen einzeln verpackt werden, da der Karton, bevor er verschickt wird, noch mal kontrolliert wird. Gefüllt werden kann das Paket mit Spielsachen, Hygieneartikeln, Schulsachen, Bekleidung und Süßigkeiten. Der Schuhkarton soll nur mit einem Gummiband verschlossen werden. Es können Geschenke für einen Jungen oder ein Mädchen im Alter von zwei bis vier, fünf bis neun, zehn bis 14 Jahren gepackt werden. Am wenigsten Schuhkartongeschenke erhalten bisher die Jungen im Alter von zehn bis 14 Jahren. Aufkleber für die Schuhkartons gibt es bei der Sammelstelle oder im Internet. Empfängerländer sind: Bulgarien, Albanien, Georgien, Kosovo, Moldawien, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Weißrussland, Mongolei. Meinung

Simple Idee, große Wirkung

Von SZ-Redakteurin Nicole Bastong Eine Zahl, die für sich spricht: Ganze 538 238 Schuhkartons sind allein im vergangenen Jahr in Deutschland, Österreich und der Schweiz gepackt worden und an Kinder in osteuropäischen Ländern verschickt und übergeben worden. Die Grundidee der Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" ist simpel: Ein Kind sollte für ein anderes Kind in einem ärmeren Land ein Päckchen mit Geschenken und einem persönlichen Gruß füllen. Diese simple Idee erzielt Jahr für Jahr eine große Wirkung: Eine Million leuchtende Kinderaugen sind den für den Einzelnen geringen Aufwand wert. Auf einen BlickAbgabestellen im St. Wendeler Land: Werner und Sabine Backes, Thiergarten 23, 66625 Nohfelden, Telefon (0 68 52) 3 45. Adams Garten- und Landschaftsbau, Petra Adams, Zum Alten Forsthaus 44, 66646 Urexweiler, Telefon (01 75) 3 31 67 51. Urexweiler Blumenboutique Ulricke Lambert, Hauptstraße 21, 66646 Marpingen-Urexweiler, Telefon ((0 68 27) 31 00. Claudia Nels, Felsstraße 8, 66620 Nonnweiler-Kastel, Telefon (0 68 73) 6 44 29. Selina Wahl, Groniger Straße 5, 66649 Oberthal, Telefon (0 68 54) 9 08 91 88. Fliegende Kleiderkiste, Kelsweilerstraße 5, 66606 St. Wendel, Telefon (01 63) 7 57 50 86. Irmtraud Mai, Bügelservice, Weiherstraße 31, 66640 Hofeld-Mauschbach, Telefon (0 68 57) 57 33. Christiane Schwickert, Turnerstraße 7a, 66606 St. Wendel-Urweiler, Telefon (0 68 51) 1 30 42 17. red