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Ein Abend voller nordischer Lieder

Ein Abend voller nordischer Lieder

St. Wendel. "Sanfte und milde Töne steigen herab. Sie lassen uns zusammen mit den freundlichen Geistern, die bei Ihm im Liede wohnen, in des stillen Himmels Ruhe träumen

St. Wendel. "Sanfte und milde Töne steigen herab. Sie lassen uns zusammen mit den freundlichen Geistern, die bei Ihm im Liede wohnen, in des stillen Himmels Ruhe träumen." Diese Worte aus Andreas Halléns "Philharmonie" hätten auch das Motto des Konzertabends sein können, zu dem der Chor Canta Nova Saar am vergangenen Freitag in die evangelische Stadtkirche geladen hatte. Unter dem Titel "Sommer/Nacht/Traum" veranstalteten die Sängerinnen und Sänger des Ensembles einen Abend voller nordischer Lieder, der zusätzlich noch durch stimmungsvolle Poesie von Eichendorff bis hin zu William Shakespeare abgerundet wurde.Den musikalischen Anfang machte das Ensemble unter der Leitung von Bernhard Schmidt mit "Philharmonie" von Andreas Hallén. Danach ging es über zu einem Zyklus, der thematisch und auch klanglich von der Abenddämmerung über Mitternacht bis hin zum Morgengrauen reichte.

Die Abenddämmerung wurde durch Stücke der Komponisten Hildor Lundvik und Alfred Janson repräsentiert. So bekam das Publikum unter anderem "Som ett blommande mandelträd" (Wie ein blühender Mandelbaum) und "Sonett No 76" zu hören.

Um die Stimmung der einzelnen Stücke noch verständlicher zu machen, las die Schauspielerin und Sprecherin Barbara Scheck den Text jedes Liedes zusätzlich auch noch auf Deutsch vor und vermittelte den Gästen von Canta Nova schon vor dem eigentlichen gesanglichen Vortrag einen Eindruck von der folgenden Atmosphäre.

Den Block Mitternacht gestaltete das Ensemble unter anderem mit Robert Schumanns "Mondnacht", Hans-Ola Ericssons "Under Linden" und Einojuhani Rautavaaras "Sommarnatten". Dabei kamen auch mehrere Solisten aus den Reihen von Canta Nova zum Einsatz.

Zum Abschluss des Konzertes besangen die Musiker noch das "Morgengrauen". Hierzu hatte Dirigent Bernhard Schmidt Stücke wie zum Beispiel "Water night" von Eric Whitacre, "Double, Double Toil and Trouble" von Jaakko Mäntyjärvi oder auch Gustav Mahlers "Ich bin der Welt abhanden gekommen" ausgewählt.

Insgesamt gestaltete Canta Nova Saar mit seiner Auswahl an überwiegend nordischen Stücken einen stimmungsvollen Abend, der von Melodien und Klängen geprägt war, die man so nicht allzu oft zu hören bekommt. Durch die dichte Verflechtung mit surrealistischer Poesie entstand ein durch und durch rundes Konzert. Mit seinem Ende fand es viel Zustimmung von Seiten des Publikums.