E-Bike: E-Biker können in Osterbrücken tanken

E-Bike : E-Biker können in Osterbrücken tanken

Stadt St. Wendel weihte Ladestation im Ostertal mit einer Familien-Radtour ein. Weitere Strom-Tankstellen folgen.

Gezogen von einem dieselgetriebenen Schienenfahrzeug aus den 1960er-Jahren zur aktuellen Elektromobilität mit regenerativ erzeugtem Strom. Einen Zeitsprung der technischen Möglichkeiten von Beförderungsmitteln innerhalb eines halben Jahrhunderts vollzogen die 15 Teilnehmer einer von der Stadt St. Wendel organisierten Familien-Radtour. Nach einer gemütlichen Fahrt mit dem nostalgischen Museumszug der Ostertalbahn wurde am Dorfplatz in Osterbrücken die neue E-Bike-Ladestation der Kreisstadt in Betrieb genommen. Laut St. Wendels Bürgermeister Peter Klär (CDU) ist es kreisweit die erste moderne und kostenlose Stromzapfsäule für Elektroradler.

Zuvor musste aber in die Pedale getreten werden. „Wir wollten die Einweihung der Ladestation mit einer Radtour kombinieren“, sagte Klär. Ab Schlossplatz rollte das Teilnehmerfeld in Richtung Werschweiler los. Die Route führte über geteerte Wege entlang an Feldern und Wiesen bis zum ehemaligen Bahnhof nach Dörrenbach. Dort fuhr die Ostertalbahn fahrplanmäßig ein, das Zugpersonal verstaute die Fahrräder in den  Waggons. Über Werschweiler, Niederkirchen und Marth tuckerte der Museumszug bis zum Halt nach Osterbrücken. Dort, direkt am Dorfplatz und parallel zum vorbeilaufenden Saarlandrundweg, ist die neue öffentliche E-Bike-Ladestation installiert worden.

„Der Standort eignet sich sehr gut dazu, da er auch noch in der Nähe des Fritz-Wunderlich-Radweges liegt“, meinte der Verwaltungschef. Die Tankstelle für Elektrofahrräder ermöglicht die gleichzeitige Ladung von drei E-Bikes über Kabelanschluss an eine Steckdose. Bequem können die Nutzer auch den abnehmbaren Akku in den Ladefächern der Station einstöpseln und lagern. Ein Fach kann nur verriegelt werden, wenn ein Ladegerät eingesteckt ist. Mit geladenem Akku kann ein E-Bikeer je nach Modell bis zu 200 Kilometer weit zusätzlich elektronisch unterstützt werden.

Außer dem eigenen Kabel muss der Radler Zeit mitbringen. Eine Ladezeit von einer halben Stunde entspricht etwa einer weiteren Unterstützungszeit von 20 Minuten. Die Elektrotankstelle wird mit Strom aus dem Netz der Stadtwerke gespeist, die den Aufbau unterstützt hat. In Osterbrücken wurde den Strom tankenden Radlern die Wartezeit mit einem Einweihungsfest verkürzt.

Am Nachmittag ging es für die Pedaleure zunächst mit der Ostertalbahn wieder nach Dörrenbach und ab dem Bahnhof strampelnd nach St. Wendel zurück. Wie Bürgermeister Klär mitteilte, wird demnächst am ehemaligen Bahnhof in Bliesen die zweite E-Bike-Ladestation in Betrieb gehen. Ein dritter Standort soll in St. Wendel selbst bestückt werden. Denn die Elektromobilität und die E-Bike-Fahrer als touristische Zielgruppe stellen im Tourismus-Konzept der Kreisstadt einen wichtigen Punkt dar. Dazugehörige öffentliche E-Zapfsäulen bilden die erforderliche Lade-Infrastruktur.