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Doppelkonzert mit Omray & Tsching in St. Wendel, Kurhaus Harschberg

Aufgehört : Doppelkonzert im St. Wendeler Kurhaus

Der Jazzförderkreis präsentiert Weltmusik auf dem Harschberger Hof: Omray und Tsching treten auf.

Ernst Urmetzer ist gespannt wie eine Gitarrensaite, wie die beiden Gruppen bei den St. Wendelern ankommen werden. Denn wie der Vorsitzende des Jazzförderkreises berichtet, ist für kommenden Freitag, 3. Mai, ein ganz besonderes Doppelkonzert im Kurhaus auf dem St. Wendeler Harschberg geplant. Spielen werden demnach Omray aus dem Saarland und Tsching aus Berlin. Los geht es um 20 Uhr.

Der vor rund 19 Jahren verstorbene Musikjournalist und -produzent Joachim-Ernst Berendt soll einst gesagt haben: „Die Welt ist Klang und Klang ist die Welt.“ Getreu diesem Motto macht das saarländische Trio Omray die Klänge hörbar, „die im Hier und Jetzt zueinander finden wollen“, erklärt Urmetzer. Ohne jegliche Absprachen über Tonart, Rhythmik, Melodik oder Instrumentierung spiele Omray konsequent improvisierte Musik.

Seit 2015 agiert das Trio in der aktuellen Besetzung zusammen. Im Gepäck führen sie riesiges Instrumentarium mit, darunter Gongs, Trommeln und Schlagwerk aus aller Welt, Didgeridoos – gewachsen in Australien und dem Pfälzer Bergland –, Bass, Gitarre und Saxofone. „Mit Neugier und Freude am Entdecken verweben sie die Stimmen ihrer Instrumente zu immer neuen Pfaden durch eine improvisierte Welt“, schwärmt der St. Wendeler Ober-Jazzer Urmetzer. Auf diesen neuen Wegen würden neue und überraschende akustische Schätze warten. Um diese zu entdecken, gelte für Publikum und Musiker gleichsam: gut zuhören.

Omray, das sind: Marko Rech (Didgeridoo, Bass, Gesang, Gitarre), Gerhard Bleich (Saxofone, Didgeridoo, Gesang) und Roland Weimer (Drums, Percussion).

Mit der Spiel- und Experimentierfreude des Jazz und der Liebe zum Detail eines fast klassischen Kammermusikensemble setze sich die zweite Band des Abends, die Berliner Gruppe Tsching, über stilistischen Grenzen und musikalische Konventionen hinweg und kreiere ein eigenes künstlerisches Genre zwischen Urbanität und Tradition.

Hierfür bediene sich das Ensemble der Neubearbeitung von Titeln, etwa von Piazzolla, McCartney, Gershwin und Eisel. Vor allem aber setze die Band auf eigene Kompositionen und Improvisationen. „Ein unbändig, junges und kreativ hoch professionelles Musikerlebnis“, schwärmt Urmetzer.

Drei Alben hat das Trio bislang herausgebracht: 2011 das Debüt-Album Serenata, mit dem Tsching eine neue Position zwischen Jazz und moderner Klassik einnimmt. 2014 die zweite CD „VagabundenSuite“ mit Übergängen zwischen regionaler und globaler Musik und 2017 das bisher persönlichste Album „Taschenhymnen“, eine Sammlung stimmungsvoller Instrumentalstücke, die Geschichten zwischen Abenddämmerung und Morgengrauen erzählen.

Tsching sind Ben Aschenbach (Gitarre, Loops, Percussion), Helmut Mittermaier (Saxofone, Xaphon, Melodica) und Franziska Kraft (Violoncello, Bass-Cello).

www.wndjazz.de

www.kurhaus-harschberg.de

 Die Gruppe Tsching aus Berlin sind Ben Aschenbach (Gitarre, Loops, Percussion), Helmut Mittermaier (Saxofone, Xaphon, Melodica) und Franziska Kraft (Violoncello, Bass-Cello).
Die Gruppe Tsching aus Berlin sind Ben Aschenbach (Gitarre, Loops, Percussion), Helmut Mittermaier (Saxofone, Xaphon, Melodica) und Franziska Kraft (Violoncello, Bass-Cello). Foto: Inna Lartschenko

Doppelkonzert mit Omray und Tsching am Freitag, 3. Mai, ab 20 Uhr im St. Wendeler Kurhaus Harschberg (Harschberger Hof 1). Veranstalter: Jazzförderkreis St. Wendel in Kooperation mit dem Kurhaus Harschberg. Karten gibt es im Vorverkauf: an allen Ticket Regional Vorverkaufsstellen www.ticket-regional.de/vvk, online: www.ticket-regional.de/wndjazz oder unter Hotline (06 51) 9 79 07 77 und an der Abendkasse. Reservierung per Email: contact@wndjazz.de.