Diese Parteien stellen sich zur Kommunal- und Bürgermeister-Wahl

Wahl : 74 113 Bürger haben die Wahl

Vor der Kommunalwahl am 26. Mai blickt die SZ auf die einzelnen Gemeinden und den Landkreis St. Wendel. Wer tritt wo an?

Die Wahlbenachrichtungs-Karten sind schon zugestellt oder unterwegs. Am Sonntag, 26. Mai, haben  74 113 Bürger im Landkreis St. Wendel das Wort. Sie stimmen über die Zusammensetzung des Kreistages ab, der Gemeinde- und Ortsräte. In Freisen, Nohfelden, Nonnweiler und Tholey wählen sie zudem ihre Bürgermeister. Nicht zu vergessen die Europawahl. Übrigens, der Wahlzettel zur Europawahl ist rekordverdächtig, Er ist 96 Zentimeter lang. Die Bürger können aus 40 Parteien auswählen, erklärt Manuela Kleinbauer, Leiterin des Kreiswahlbüros. Mit der Zustellung der Benachrichtigungskarten startet auch die Briefwahl, die von immer mehr Bürgern genutzt wird.

 Zur Orientierung listet die SZ hier alle bei der Kommunalwahl antretenden Parteien sowie die Kandidaten der Bürgermeister-Wahlen auf.

  • Kreistag St. Wendel: Sieben Parteien bewerben sich um Sitze im neuen 27-köpfigen Kreistag: CDU, SPD, Linke, AfD, Grüne, FDP und Freie Wähler. Zum ersten Mal dabei sind die Freien Wähler. Bei der Kreistagswahl 2014 gingen ebenfalls sieben Parteien an den Start, damals waren noch die Piraten im Rennen. Im aktuellen Kreistag verfügt die CDU über die absolute Mehrheit von 15 Sitzen, die SPD hat neun, die Grünen einen, zwei Ratsmitglieder sind parteilos, sie traten seinerzeit für die Linken und die AfD an.
  • Gegen Amtsinhaber Karl-Josef Scheer (SPD) tritt in der Gemeinde Freisen Alexander Becker (CDU) als Bürgermeister-Kandidat an. Die bisher vertretenen Parteien stehen auch dieses Mal auf dem Wahlzettel: CDU, SPD, Freie Wählergemeinschaft (FWG). 6676 Wahlberechtigte bestimmen, wer in den Gemeinderat einzieht. Für die Ortsräte kandidieren ebenfalls SPD und CDU sowie die FWG (nur in Freisen und Grügelborn). Eine Besonderheit gibt es in Eitzweiler; dort gibt es nur einen Wahlvorschlag der SPD.
  • Aktuell sind vier Parteien im Marpinger Gemeinderat vertreten: SPD, CDU, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen. Bei der Kommunalwahl am 26. Mai werden jene vier Fraktionen wieder antreten. Sie buhlen um die Stimmen von insgesamt 8800 Wahlberechtigten. Für die Ortsräte in den Gemeindebezirken Marpingen, Alsweiler und Berschweiler gehen jeweils CDU und SPD an den Start. In Urexweiler stellen sich neben CDU und SPD auch noch Bündnis 90/Die Grünen zur Wahl.
  • Zuwächse für die Freie Liste Namborn (FLN) und Die Linke, Verluste für SPD und CDU. Das ist nicht das vorweggenommene Ergebnis der anstehenden Kommunalwahl, sondern das des Wechselspiels im Namborner Gemeinderat in den zurückliegenden Monaten. Man darf daher gespannt sein, wie die 5939 zur Kommunalwahl Berechtigten das am 26. Mai goutieren werden – oder eben nicht. Alle vier genannten Parteien bewerben sich um Sitze im Gemeinderat. In allen Ortsteilen treten CDU, SPD und FLN bei den Ortstratswahlen an. Außer in Furschweiler, wo sich lediglich SPD und CDU dem Wählervotum stellen. Die Linke bewirbt sich ausschließlich bei der Ortsratswahl in Namborn-Heisterberg. Eine Besonderheit gibt es noch: Die Hofeld-Mauschbacher wählten bei der jüngsten Kommunalwahl per parteiübergreifender Liste. Dieses Mal wird wieder im Parteien-System angekreuzt.
  • Neben Amtsinhaber Andreas Veit (CDU) stellt sich in Nohfelden auch Christian Barth (SPD) zur Wahl des Bürgermeisters. 8343 Wahlberechtigte haben es  in der Hand. Für den Gemeinderat treten folgende Parteien an: CDU, SPD, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen, UBNN,  Freie Liste Nohfelden. Für die Ortsräte Eisen, Eiweiler, Nohfelden, Selbach, Walhausen und Wolfersweiler treten jeweils CDU und SPD an. CDU, SPD und UBNN sind in Bosen-Eckelhausen, Gonnesweiler, Neunkirchen/Nahe, Sötern auf den Wahlscheinen vertreten. In Mosberg-Richweiler tritt neben CDU und SPD auch die Freie Liste Mosberg-Richweiler (FLMORi) an. Und in Türkismühle  stellt ausschließlich die CDU eine Liste.
  • Zwei Männer möchten in der Gemeinde Nonnweiler auf dem Chefsessel im Rathaus Platz nehmen. Neben Amtsinhaber Franz Josef Barth (parteilos, unterstützt von SPD) tritt auch Martin Schneider (CDU) zur Wahl an. 7140 Personen dürfen darüber entscheiden, wer künftig Bürgermeister sein wird. Für den Gemeinderat kandidieren SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen. In den acht Gemeindebezirken treten jeweils nur zwei Fraktionen an: CDU und SPD.
  • 4998 Wahlberechtigte sind in der Gemeinde Oberthal, dazu aufgerufen, über die künftigen Mitglieder in den Gremien zu bestimmen. Für den Gemeinderat treten drei Parteien zur Wahl an: CDU, SPD und Die Linke. Was die Ortsräte in den vier Gemeindeteilen Oberthal, Gronig, Güdesweiler oder Steinberg-Deckenhardt betrifft, stellen sich jeweils Mitglieder der CDU und der SPD zur Wahl.
  • Für die Wahl zum Stadtrat sind derzeit 21 631 Personen wahlberechtigt. Sie können ihr Kreuzchen für eine der folgenden Parteien setzen: CDU, SPD, Die Linke, AfD, Bündnis 90/Die Grünen oder FDP. Für die Ortsräte kandidieren in den meisten Gemeindebezirken jeweils SPD und CDU. Eine Besonderheit gibt es in Niederkirchen, hier stellen sich SPD, Die Linke und Freie Liste Ostertal (FLO) zur Wahl. In Oberlinxweiler und St. Wendel treten neben CDU und SPD noch Bündnis 90/Die Grünen an. Lediglich eine Partei kandidiert im Gemeindebezirk Werschweiler – und zwar die Parteiübergreifende Wählergruppe Werschweiler.
  • Bleibt Hermann Josef Schmidt (CDU)  Bürgermeister? – Diese Frage soll am 26. Mai geklärt werden. Der amtierende Rathauschef ist alleiniger Kandidat für die Bürgermeister-Wahl. Insgesamt vier Parteien treten für den Gemeinderat an: CDU, SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen. In den neun Ortsteilen treten zur Wahl der Ortsräte jeweils nur zwei Parteien an: CDU und SPD. Wahlberechtigt sind 10 133 Bürger.

Mehr von Saarbrücker Zeitung